Schottischer Raketentest 15. Jun 2020 Von Iestyn Hartbrich

Suborbitaler Hattrick

Raumfahrt: Das Start-up Skyrora hat erfolgreich eine Rakete von den Shetlandinseln aus gestartet. Das Gelände ist ein möglicher Weltraumbahnhof.


Foto: Skyrora

Das Raketen-Start-up Skyrora aus Edinburgh hat am Wochenende für eine Premiere gesorgt. Erstmals hob eine Rakete von den Shetlandinseln aus ab. Es war der insgesamt dritte Flug der Höhenforschungsrakete Skylark Nano.

Ort der Zündung war die Halbinsel Fethaland im Norden der entlegenen Inselgruppe. In Zukunft könnten von dort aus auch kommerzielle Starts erfolgen: Die Shetlandinseln sind als einer von drei möglichen Weltraumbahnhöfen im Vereinigten Königreich im Rennen.

Die Skylark Nano ist eine 2 m hohe Höhenforschungsrakete. Sie erreichte eine Flughöhe von 6 km und sammelte Wetterdaten, zum Beispiel zu den dort herrschenden Höhenwinden. Skyrora nutzte den Flug außerdem, um seine Crew zu trainieren und Hardware zu testen.

Die Skylark Nano ist die erste von insgesamt vier Testraketen, mit denen Skyrora seine eigentliche kommerzielle Rakete, die Skylark XL, vorbereiten will. Die dritte soll die erste zweistufige Rakete sein, die vierte als erste die endgültige Treibstoffkombination nutzen.

Das Skylark-Programm baut auf dem bislang einzigen erfolgreichen britischen Launcherprogramm auf: Black Arrow. Dieses nutzte die Kombination aus dem Standardkerosin JP-1 und dem eher exotischen Wasserstoffperoxid (H2O2). Der Grund: Beide Komponenten können wegen ihrer hohen Verdampfungstemperaturen tagelang im Tank verbleiben. Das ist wichtig, weil das schottische Wetter lange Wartezeiten an der Startrampe erforderlich machen kann.

Skyrora verfolgt das Ziel, mit der Skylark XL mittelfristig die britische Standardrakete zu stellen. Ab 2025 sollen neun bis zehn Raketen pro Jahr gebaut werden, die Nutzlastkapazität gibt das Unternehmen mit 315 kg in den erdnahen Orbit an.

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Ingenieur im Teilprojekt "Innerparkverkabelung (IAG)" für Offshore Windparks (w/m/d)

Hamburg
EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Ingenieur der Elektrotechnik für Offshore-Wind (w/m/d)

Hamburg
Hochschule Biberach Biberach University of Applied Sciences

W 2-Professur Projektsteuerung und Projektmanagement Bau

Biberach
FH Aachen

Professur "Mechatronik mit Schwerpunkt Systems Engineering"

Aachen
Landtag Nordrhein-Westfalen

Stellvertretende Referatsleitung in Verbindung mit der Leitung des Sachbereichs "Technische Gebäudeausrüstung (TGA)" (m/w/d)

Düsseldorf
Technische Hochschule Deggendorf

Professur (d/m/w) für das Lehrgebiet "Digitales Baumanagement"

Pfarrkirchen
Hochschule Kempten

Professur (m/w/d) Geoinformatik

Kempten
Technische Universität Darmstadt

Gastprofessuren für Talente aus der Industrie

Darmstadt
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes

W2-Professur für Mechatronische Konstruktionen

Saarbrücken
Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Professur für Technische Informatik - Schwerpunkt Hardware (W2)

München
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Top 5 aus der Kategorie Produktion