Raketen-Start-up 04. Mai 2021 Von Iestyn Hartbrich

Aerospace gewinnt Raketenwettbewerb

Das Start-up erhält vom Bund eine Anschubfinanzierung für die ersten Flüge.


Foto: Isar Aerospace

Das Ottobrunner Unternehmen Isar Aerospace hat die Hauptrunde im Microlauncher-Wettbewerb der deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gewonnen. Das Start-up erhält 11 Mio. € Preisgeld für die Qualifikation seiner 27 m langen Spectrum-Rakete und für zwei Qualifikationsflüge bis spätestens 2023. Mit jedem dieser Flüge soll eine 150-kg-Nutzlast in den Orbit gebracht werden.

Zusätzlich zum Preisgeld hat Isar Aerospace bereits 75 Mio. € Wagniskapital eingesammelt. Unter den Geldgebern ist auch der Airbus-Konzern.

Dreierwettbewerb

Isar Aerospace hat sich gegen zwei weitere deutsche Start-ups durchgesetzt, die ebenfalls kleine Trägerraketen entwickeln: HyImpulse und Rocket Factory Augsburg. Sie alle planen den Erstflug für 2022 oder 2023. Das Prinzip dahinter: kleinere Raketen für kleinere Satelliten. Spectrum ist mit einer maximalen Nutzlast von 1000 kg (erdnaher Orbit) in diesem Segment bereits vergleichsweise groß. Andere Launcher sind für Nutzlasten bis hinunter auf weniger 100 kg konzipiert.

Der Branchenpionier, die neuseeländische Firma Rocket Lab, vergleicht die kleinen Raketen mit Taxis, die die Kunden exakt dorthin bringen, wo sie hinwollen und deshalb teurer sind als ein Bus. Der Bus, damit sind die klassischen großen Raketen wie die Ariane und die Falcon gemeint.

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