Raumfahrt 30. Sep 2021 Von Stefan Asche Lesezeit: ca. 4 Minuten

Mondfähre baut sich ihren Landeplatz selbst

Verflüssigte Keramik soll Staub verfestigen und das Aufwirbeln von Partikeln effizient verhindern. Diese Idee eines Start-ups ist für künftige Mondmissionen interessant.


Foto: Masten Space Systems

Mondlandefähren sollen sich künftig, ehe sie aufsetzen, einen Landeplatz bauen. Bisher besteht die Gefahr, dass die Triebwerke, die eine sanfte Landung sicherstellen sollen, durch aufwirbelnden Mondstaub beeinträchtigt werden und im Extremfall einen Absturz verursachen. Die Technik dahinter entwickelt Masten Space Systems, ein Start-up, das sich auf die Entwicklung von Forschungsraketen spezialisiert hat.

Auch der Start des Rückflugs wird sicherer

Beim Projekt In-Flight Alumina Spray Technique, das in Zusammenarbeit mit Honeybee Robotics, der Texas A&M University und der University of Central Florida entstand, ist vorgesehen, in den Abgasstrahl der Landetriebwerke keramische Partikel (Aluminiumoxid) zu sprühen, die sich in der Hitze verflüssigen und auf die Mondoberfläche prallen. Hier verfestigen sie sich und binden dabei den Mondstaub, sodass eine feste Landefläche entsteht. Darauf kann die Fähre niedergehen, ohne Partikel aufzuwirbeln. Auch beim späteren Start wird so die Sicherheit verbessert.

Fähre wird voraussichtlich von SpaceX sein

Die US-Raumfahrtagentur Nasa will im Rahmen des Artemis-Programms erstmals seit 1972 wieder Menschen auf den Mond befördern. Wann genau ist offen, der ursprüngliche Termin 2024 ist nicht mehr haltbar. Die Entscheidung, welche Fähre eingesetzt wird, um auf dem Mond zu landen, ist bereits gefallen. Vorgesehen ist eine Lösung von SpaceX.

19 kg Keramikpartikel pro Flug sind nötig

Nach den Masten-Vorstellungen sollen Keramikpartikel in die Abgasfahne gesprüht werden, die einen Durchmesser von 0,5 mm haben. Sie verfestigen einen Landeplatz mit einem Durchmesser von 6 m. Dafür sind 19 kg Keramikpartikel vorgesehen. Sie bilden innerhalb von 10 s eine feste Schicht mit einer Dicke von nur 1 mm. Die Fähre soll dann noch 2,5 s lang schweben, bis sich der frisch gebaute Landeplatz abgekühlt hat.

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