WIRTSCHAFT 15. Nov 2018, 12:10 Uhr Stefan Asche

Stark dank Technik

Die Zahl der weltweit eingesetzten Exoskelette wird in den kommenden zwei Dekaden um etwa 40 % anwachsen – jährlich. Ergebnisse einer aktuellen Marktstudie.

Die GBS GmbH aus Augsburg zählt mit ihrem Cray-XSystem nach Analystenmeinung zu den maß geblichen Treibern des Exoskelettbooms.
Foto: GBS GmbH

Alles begann mit einem monströsen Fehlstart. Das war 1965. General Electric präsentierte den gut 1,5 t schweren „Hardiman“ – das erste, vermeintlich industriereife Exoskelett. Bis zu 680 kg sollte es anheben können. Geklappt hat das aber nie. Jeder Versuch, den mechanischen Anzug zu benutzen, resultierte in unkontrollierten Bewegungen. Ob es dabei zu ernsthaften Verletzungen des Bedieners kam, ist nicht überliefert.

Heute erobern Exoskelette überall in der Welt Werks- und Lagerhallen sowie Baustellen. Außerdem finden sie vermehrt Einsatz in der Medizin. Dort schenken sie Menschen mit Behinderungen neue Bewegungsfreiheit.

Laut einer Studie der Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft ABI Research werden Ende 2018 gut 7000 der mechanischen Unterstützungssysteme weltweit in Benutzung sein. In 20 Jahren seien es schon über 300 000. Die New Yorker Analysten rechnen mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 40 %. Die Umsätze würden im genannten Zeitraum von 192 Mio. $ auf 5,8 Mrd. $ anwachsen. Größter Nachfrager sei die Industrie. Sie stehe für weit über 50 % der weltweiten Erlöse.

Die Autoren der Erhebung unterscheiden zwischen passiven und angetriebenen Exoskeletten. Der Gesamtmarkt – gemessen an den Stückzahlen – teile sich auf im Verhältnis 1:4. Dabei wachse die Zahl der rein mechanischen Lösungen schneller als die der elektrifizierten. Bezogen auf die unterstützte Körperregion lägen Systeme für die unteren Extremitäten vorne. Systeme für den Oberkörper würden aber stetig aufholen.

„Der Markt bleibt sehr dynamisch“, unterstreicht ABI-Robotic-Analyst Rian Whitton. Hauptursache seien die technischen Fortschritte bei Antrieben und Materialien. „Außerdem gibt es viele einschlägige Start-ups, deren regulatorisches Umfeld sich stetig lockert.“ Getrieben würden die Entwickler von Fachkräftemangel und einer alternden Arbeitnehmerschaft.

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