VDI sucht Preisträger für den Conrad-Matschoß-Preis 29. Jul 2020 Von Peter Steinmüller

Technikgeschichte für die Technik von morgen

„Technikgeschichte erklärt, warum bestimmte technische Wege beschritten wurden und eröffnet so auch Möglichkeitskorridore für die Technik von morgen“ – so erläutert Heike Weber von der TU Berlin, Vorsitzende des VDI-Ausschusses Technikgeschichte, das Potenzial der Beschäftigung mit Technikgeschichte. Aktuell sucht der VDI wieder Bewerber für den von ihm ausgeschriebenen Conrad-Matschoß-Preis.

Die Hohenzollernbrücke in Köln ist ein herausragendes Beispiel für ein technikgeschichtlich bedeutsames Bauwerk. Der VDI sucht aktuell Wissenschaftler, Ingenieure und Journalisten, die einen hochwertigen Beitrag zur Technikgeschichte verfasst haben.
Foto: panthermedia.net / interphoto

Der VDI Verein Deutscher Ingenieure lädt zum siebten Mal zu Einreichungen für den Conrad-Matschoß-Preis für Technikgeschichte ein. Dieser ist mit insgesamt 4000 € dotiert und prämiert mit je 2000 € Preisgeld zwei Ausrichtungen: die populärwissenschaftliche Vermittlung von Technikgeschichte sowie die fachwissenschaftliche Erarbeitung neuer Erkenntnisse. Die Preisvergabe und Ehrung findet während der Technikgeschichtlichen Tagung des VDI im Februar nächsten Jahres in Berlin statt, die diesmal anlässlich des 150. Geburtstages von Conrad Matschoß unter dem Motto steht: „150 Jahre Conrad Matschoß – Technikgeschichte für die Gegenwart“.

Mit dem Conrad-Matschoß-Preis will der größte Ingenieurverein Europas das Interesse für Technikgeschichte stärken, Beiträge zur besseren Verständlichkeit der Technikgeschichte fördern und die technikhistorische Forschung unterstützen. Der Preis zielt darauf, die historische Analyse und Darstellung von Technik, Industrie und Ingenieurwesen zu fördern, deren historische Entwicklung im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt zu verstehen und solche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zu erschließen.

Zum einen sollen populärwissenschaftliche Darstellungen einem weiten Rezipientenkreis technikhistorische Fragen und ihre Relevanz näherbringen, zum anderen fachwissenschaftliche Arbeiten innovative Beiträge zur Disziplin leisten. Bewerben können sich Personen aus der Forschung und Lehre an Hochschulen, in Museen und in der Denkmalpflege ebenso wie aus dem Journalismus und dem Ingenieurwesen. Die ausgezeichneten Arbeiten müssen den Standards der Wissenschaft und ihres Genres genügen und in der fachlichen und publizistischen Qualität überzeugen.

Prämiert werden deutschsprachige Schriften (z. B. wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten, umfassende Dokumentationen), Fernseh- und Videoproduktionen sowie Hörfunkbeiträge und Audio-Features, die seit dem 16. September 2018 entstanden und zum Zeitpunkt der Bewerbung veröffentlicht sind. Der Umfang der Arbeiten darf in der Regel 400 Seiten, bei Film- und Tonbeiträgen 90 min Spieldauer nicht überschreiten. Vorschläge oder Eigenbewerbungen können bis zum 15. September 2020 abgegeben werden.

Weitere Informationen zum Preis und zu den Teilnahmebedingungen gibt es hier: www.vdi.de/netzwerke-aktivitaeten/technikgeschichte

Ein Rückblick auf die Technikgeschichtliche Tagung in diesem Jahr: www.vdi-nachrichten.com/technik/die-beste-technik-nuetzt-nichts-ohne-buergerbeteiligung/

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