Klimapolitik 03. Nov 2022 Von Stephan W. Eder

Klimaschutz: Auf der Weltklimakonferenz COP27 wird zwischen Krieg und Notstand verhandelt

Auf der Weltklimakonferenz COP27 (6. bis 18. November) in Ägypten ringt die Welt um mehr Tempo beim Klimaschutz. Trotz zahlreicher Katastrophen, die dem Klimawandel geschuldet sind, sind die Aussichten trübe – nicht zuletzt angesichts des Krieges in Europa.

Mehr Waldbrände, hier in Spanien, sind nur eine mögliche Folge des Klimawandels. Er bringt Menschen und Gesellschaft an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit.
Foto: Emilio Fraile/ Europa Press/ ABACAPRESSS.COM/ ddp images

Ausgerechnet der Krieg Russlands gegen die Ukraine könnte sich als Trigger für die globale Energiewende erweisen. Das ist das zentrale Ergebnis des World Energy Outlook (WEO) 2022, den die Internationale Energieagentur (IEA) letzte Woche in Paris vorstellte. Rechtzeitig vor der Weltklimakonferenz COP27, die am 6. November im ägyptischen Scharm El-Scheich beginnen wird.

Ergebnisse des World Energy Outlook 2022: Energiekrise dürfte Energiewende beschleunigen – CO2-Ausstoß aus Kohle- und Gaskraftwerken 2022 geringer als erwartet

Der WEO ist nur eine der zahlreichen Studien und Berichte, die im Vorfeld der COPs nun schon seit Jahren auf das Umfeld einstimmen, in dem die Weltgemeinschaft alljährlich darum ringt, ob, wie, wie schnell und mit wie viel Geld dem Klimawandel begegnet werden soll.

Klimaschutz: Das Ziel des Pariser Weltklimavertrags von 1,5 Grad zu erreichen, wird immer schwieriger

Warnende Worte gibt es im COP-Vorfeld zuhauf, wobei Petteri Taalas, der finnische Chef der Weltmeteorologieorganisation (WMO), bei der Vorstellung des Berichts „State of Climate Services“ auch positive Nachrichten mitgebracht hatte. Mit Blick auf die Energieversorgung betonte er, dass wir den Klimawandel entschärfen können. Viel zu oft würde in den Medien quasi über eine Art „Climate Doomsday“ berichtet. „Das entspricht nicht dem, was uns unsere Klimamodelle sagen, die wir für Zukunftsaussagen benutzen.“ Er sprach von verschiedenen Grauschattierungen – einer Schwarz-Weiß-Malerei erteilte er so eine Absage.

Urwälder: Importverbot für Produkte aus den Regenwäldern soll das Roden der Bäume stoppen

Doch der Bericht einer anderen UN-Organisation, des UN-Umweltprogramms Unep, mahnte: Um das im Weltklimavertrag von Paris 2015 festgehaltene Ziel von 1,5 °C nur annähernd einzuhalten, müssten die Treibhausgasemissionen bis 2030 um fast die Hälfte zurückgehen.

Politik agiert immer noch nicht so entschlossen, wie es der Klimaschutz nötig macht

Auch das UN-Klimasekretariat (UNFCCC) warnte. Die Welt steuere nicht auf das 1,5-Grad-Ziel zu, sondern auf 2,5 °C. Das Büro mit Sitz in Bonn hatte dazu die freiwilligen Pläne ausgewertet, die festhalten, wie die Staaten ihre Treibhausgasemissionen senken wollen. Pledges werden diese Ziel genannt. Der WEO 2022 kommt zum gleichen Resultat.

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