Der neue Blick in die Tiefe 28. Mai 2020 Von Rudolf Stumberger

Unterwasserdrohnen erobern Seen und Ozeane

Die Bandbreite ferngesteuerter U-Boote reicht vom Hobby- bis zum Profigerät. Wir präsentieren eine Auswahl.

Die Krake


Foto: Geneinno

Sie ist die teuerste und tieftauchendste Drohne auf dieser Seite: die Titan der Firma Geneinno. Das fast 40 cm lange und 4,4 kg schwere Gerät macht einen soliden Eindruck, es soll ja auch immerhin bis zu 150 m tief tauchen können. Steuerung und Datenübertragung erfolgen per Kabel. Mit der Titan lässt sich aber nicht nur filmen, sondern auch aktiv eingreifen. Dazu dient ein optional erhältlicher Greifarm, mit dem Gegenstände vom Meeresboden geholt werden können. Die Ausstattung hat ihren Preis: 3400 €, der Greifarm kostet 600 €.

Der Hai


Foto: Nemo

Knallgelb und stromlinienförmig ist der Aquarobotman des Herstellers Nemo. Er ist mit der Steuerung per Kabel verbunden, dessen Länge von 100 m die Tauchtiefe des Gerätes vorgibt. Durch zwei vertikal angebrachte Schubdüsen lässt sich der Bug der Drohne nach oben oder unten neigen, was den Blick zum Meeresgrund oder zum Rumpf eines Bootes erlaubt. Bemerkenswert ist die „VR Somatosensory Control“: Damit kann man das Vehikel per Kopfbewegung steuern (vorausgesetzt, man hat die entsprechende VR-Brille samt App). Preisempfehlung: 1999 €.

Der Rochen


Foto: PowerVision

Die Form dieses Profigeräts erinnert an einen Rochen. Mit der 3,8 kg schweren Drohne lässt sich die Unterwasserwelt bis zu einer Tiefe von 30 m erkunden und das bei Temperaturen von – 10 °C bis 50 °C. Für die Steuerung und die Datenübertragung sorgt ein 70-m-Kabel, die Bilder der 4K-UHD-Kamera sind in Echtzeit über eine Videobrille zu sehen. Mit einer Batterielaufzeit von vier Stunden lassen sich mit dem „Zauberer“ Bootsrümpfe kontrollieren und Fischbestände registrieren. Der Preis: 1600 €.

Der Frosch


Foto: QYSEA

Die froschgrüne Profitauchdrohne des Herstellers QYSEA besticht durch ihre Manövrierbarkeit. So lässt sich das 3,9 kg schwere Gerät in alle Richtungen drehen, 360-Grad-Rotation eingeschlossen. Die Linse der 4K-UHD-Kamera verfügt über ein Gesichtsfeld von 166 Grad und stellt bis zu einem minimalen Abstand von 40 cm scharf. Eine Tauchzeit von vier Stunden und ein 100-m-­Kabel lassen die Einsatzmöglichkeiten des Unterwasservehikels erahnen. Im Posture-Locking-Modus behält es eine einmal eingenommene Position bei. Auch für Behördeneinsätze geeignet. Preis: 1900 €.

Das Seepferdchen


Foto: TTRobotics

Die Seawolf Sport der taiwanesischen Firma TTRobotics ist ein ferngesteuertes U-Boot, dessen Bug eine Videokamera fasst. TTRobotics ist einer der Pioniere in Sachen Unterwasserdrohne und bereits 2015 auf den Markt. Das 7,7 kg schwere Gerät ist klar für den Hobbybereich konzipiert. Es ist sowohl über ein 30-m-Kabel als auch über Funk steuerbar: Bei 10 m Tauchtiefe ist Schluss. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 3,5 km/h und eine Akkuladung reicht für 50 min. Die Seawolf ist mit einem Schutzmechanismus versehen, der das Boot im Notfall wieder an die Oberfläche bringt. Preis: 800 € (ohne Kamera).

Der Putzerfisch


Foto: Thor

Die Firma Thor baut auch für den militärischen Bereich, von dem aber die Mini Mariana weit entfernt ist. Es handelt sich um eine tauchfähige Kamera, mit der man im Swimmingpool oder am Badestrand filmen kann. Steuern lässt es sich per Handy oder iPad, es gibt also keine Kabelverbindung und deshalb sollte man die Mariana auch nur in Gewässern benutzen, wo sie im Falle des Falles von Hand geborgen werden kann. Mit einem Leichtgewicht von 0,8 kg ist sie kindersicher konstruiert, die Tauchtiefe wird vom Hersteller mit 3 m angegeben. So lang ist auch die Antenne, an deren Ende eine Ente schwimmt. Preis: 250 €.

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