Circular Economy 02. Mrz 2021 Von André Weikard

NRW-Förderprogramm Kreislaufwirtschaft wird bislang kaum genutzt

Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein Corona-Sonderprogramm zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft und zur Steigerung der Ressourceneffizienz aufgelegt. Trotz hoher Förderquote von bis zu 60 % werden die Mittel bislang aber kaum abgerufen.


Foto: PantherMedia/KateNovikova

Das Land NRW hat sich vorgenommen, den Unternehmen dabei zu helfen, aus der Not eine Tugend und aus der Krise eine Chance zu machen, indem die andauernde Pandemie genutzt werden soll, um in fortschrittliche Produktions- oder Recyclingtechnologien zu investieren.

Ein Sonderprogramm Kreislaufwirtschaft mit einem Gesamtvolumen von 10 Mio. € und einer Fördersumme von bis zu 500 000 € je Förderprojekt soll Unternehmen anregen, jetzt in Ressourceneffizienz zu investieren. NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser erklärt dazu: „In der aktuellen Corona-Lage stützen wir die Kreislaufwirtschaft und die Ressourceneffizienz. Damit gehen wir gestärkt aus der Krise hervor. Ziel muss es sein, dass sich unsere Wirtschaft nicht nur schnellstmöglich erholen kann, sondern dass sie noch nachhaltiger, klimafreundlicher und ressourceneffizienter aus der Krise hervorkommt. Dadurch entstehen Wettbewerbsvorteile und Arbeitsplätze.“

Die außergewöhnlich hohe Förderquote liegt zwischen 35 % und 60 % und ist abhängig von der Unternehmensgröße. Unterstützt werden Verfahrenslösungen, die entweder die Materialeffizienz steigern oder eine höherwertige Abfallverwertung garantieren.

Land verspricht Förderentscheid binnen vier bis sechs Wochen

Unternehmen können bereits ab Anfang Januar beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Förderung stellen. Bislang wurde allerdings erst ein sehr geringer Anteil der Mittel abgerufen.

Die Zeit drängt. Denn die geförderten Anlagen müssen bis spätestens April 2022 in Betrieb gehen. Bis September 2022 muss das gesamte Projekt vom Bewilligungsgeber abgenommen und geprüft worden sein.

Die Landesregierung verspricht, dass die Förderentscheidung schnell fällt – innerhalb von vier bis sechs Wochen nach Antragstellung bei qualitativ hochwertigen Antragsunterlagen soll der Bescheid ergehen. Betriebe hätten dadurch Planungssicherheit und könnten konkrete Investitionen sofort umsetzen.

Individuelle Beratung durch die Effizienz-Agentur NRW

Um Unternehmen bei der Antragstellung zu entlasten, leistet das Finanzierungsteam der Effizienz-Agentur NRW im Auftrag des Landes umfangreiche und pragmatische Unterstützung. Die insgesamt sechs Beraterinnen und Berater klären in Vorgesprächen, ob und in welchem Umfang eine Förderung infrage kommt, und geben wichtige Hinweise zur Einreichung aussagekräftiger Antragsunterlagen.

Das Finanzierungsteam ist montags bis freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr per Telefon oder E-Mail zu erreichen. Tel.: 0203/37879–35 bzw. E-Mail: ressource@efanrw.de

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