Konjunktur 22. Apr 2022 Von Claudia Burger

12 % weniger Insolvenzen als im ersten Coronajahr

Laut Institut für Mittelstandsforschung in Bonn (IfM) beruhte 2021 weniger als jede zehnte Unternehmensschließung auf einer Insolvenz.

Zum Rückgang der Insolvenzen hat laut IfM die temporäre Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowohl für förderfähige Kapitalgesellschaften, die pandemiebedingt einen Umsatzrückgang verzeichneten (März 2020 bis Ende April 2021), als auch für hochwassergeschädigte Unternehmen ab Juli 2021 beigetragen.
Foto: PantherMedia/Kiwar

Fast 14 000 Unternehmen haben in 2021 Insolvenz angemeldet – rund 12 % weniger als im ersten Coronajahr 2020. Das meldet das IfM in Bonn. Zu diesem Rückgang habe die temporäre Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowohl für förderfähige Kapitalgesellschaften, die pandemiebedingt einen Umsatzrückgang verzeichneten (März 2020 bis Ende April 2021), als auch für hochwassergeschädigte Unternehmen ab Juli 2021 beigetragen. Zugleich wirkte sich laut Institut das Aufleben der Wirtschaft günstig aus. Insgesamt lag der Anteil der insolventen Unternehmen bei nur 4,6 je 1000 Unternehmen.

90 % aller Unternehmensschließungen laut Erhebung aus eigenem Antrieb

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Der Anteil an insolvenzgefährdeten Unternehmen hat sich damit in den vergangenen zehn Jahren halbiert. Das IfM stellt fest, dass Insolvenzen generell eine relativ seltene Form der Unternehmensschließung darstellen würden – über 90 % aller Unternehmensschließungen werden laut Erhebung aus eigenem Antrieb vorgenommen. Im zweiten Pandemiejahr 2021 wurden im gewerblichen Sektor rund 216 000 Unternehmen geschlossen, in den Freien Berufen dürften nach Angaben des IfM einige Zehntausend die Selbstständigkeit aufgegeben haben.

Die überwiegende Mehrheit der insolventen Unternehmen hatte laut IfM weniger als zehn Beschäftigte (10 553). Auf Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten entfallen 117 Insolvenzen. Im Vergleich zu 2020 (293) ist deren Anzahl in 2021 somit gesunken.

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