Verkaufsstatistik 27. Aug 2020 Von Stefan Asche

20 % weniger Smartphones

Nur Apple kann in der Corona-Krise das Vorjahresniveau halten. Schwer getroffen ist vor allem Samsung.


Foto: panthermedia.net/laurent davoust

Der globale Smartphoneabsatz ist im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,4 % auf 295 Mio. Einheiten eingebrochen. Das zeigen aktuelle Zahlen der US-Analystenfirma Gartner. Lediglich der Hersteller Apple ist in der Coronavirus-Krise mit einem Absatzverlust von nur 0,4 % auf etwa 38 Mio. Stück noch glimpflich davongekommen.

Den schlimmsten Absatzeinbruch hat Samsung mit 27,1 % auf etwa 55 Mio. Einheiten erlitten. Konsumenten waren laut den Gartner-Analysten im Lockdown deutlich zurückhaltender mit ihren Ausgaben. Selbst in China, wo die Social-Distancing-Regeln im zweiten Quartal gelockert wurden, haben die Absätze um 7 % abgenommen. Am schwersten hat die Krise den indischen Markt mit einem Absatzminus von 46 % erwischt.

Weihnachtsgeschäft wichtig

„Weihnachten steht noch bevor. In den letzten Wochen des Jahres wird üblicherweise ein Fünftel des Umsatzes gemacht. Dieses Jahr haben Menschen weniger Geld für Reisen ausgegeben, weswegen sie zu Weihnachten möglicherweise mehr für Smartphones ausgeben“, so Karim Taga, Managing Partner bei der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little, gegenüber der Agentur pressetext.

Apple rettet sich mit iPhone SE

Apple konnte vor allem durch sein neues, relativ billiges iPhone SE den Absatz knapp auf dem Vorjahresniveau halten. Dazu kommt eine starke Marktpräsenz in China. Auch Indien ist für die Amerikaner ein weniger wichtiger Absatzmarkt, weshalb die katastrophalen Verkaufszahlen dort wenig ins Gewicht fallen.

Taga sieht weiterhin große wirtschaftliche Unsicherheiten für den Smartphonemarkt: „Handys sind heute nicht mehr das Statussymbol, das sie früher einmal waren. In der Technologie gibt es auch schon länger keine bahnbrechenden Innovationen mehr. Viele Kunden warten deswegen länger, bis sie ein neues Exemplar kaufen. Auch wenn die Coronavirus-Krise überwunden ist, können die Absatze in Zukunft weiter sinken“, erklärt der Experte.

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