Konjunktur 08. Feb 2022 Von dpa/aw

88 % der Betriebe aus der Elektroindustrie beklagen Materialmangel

Die Engpässe in der Versorgung mit Vorprodukten verschärfen sich weiter. Der Branchenverband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI berichtet von neuen Rekordwerten. Auch der Fachkräftemangel bereitet den Unternehmen verstärkt Probleme.

Mangelware Mikrochip: Die Auftragsbestände in der deutschen Elektroindustrie erreichen historische Bestmarken. Doch die hohe Nachfrage kann aus Mangel an Material nur unzureichend bedient werden.
Foto: PantherMedia / DragonImages

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat Schwierigkeiten, ihre weiter anschwellenden Aufträge zu erfüllen. Nach Angaben des Branchenverbandes ZVEI haben die Unternehmen ihre Produktionspläne im Januar nur leicht heraufgesetzt. Versorgungsengpässe erschwerten weiterhin deren Umsetzung, erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. „Während zuletzt nur 8 % der Firmen über unzureichende Aufträge berichteten, belasten Materialknappheiten und Fachkräftemangel 88 % beziehungsweise 41 % der Branchenunternehmen.“

Kräftiges Auftragsplus für die deutsche Elektroindustrie 2021

Im vergangenen Jahr ist der Wert der eingegangenen Aufträge verglichen mit 2020 um 23,9 % gestiegen. Mit einem Plus von 29,2 % bestellten die Kunden außerhalb der Eurozone besonders viel. Die Produktion legte hingegen nur um 3,9 % zu und machte damit den Rückgang aus dem Vorjahr mehr als wett. Die sogenannte Auftragsreichweite – also der benötigte Zeitraum, um alle vorhandenen Aufträge abzuarbeiten – erreichte den historischen Höchstwert von 5,4 Monaten. Für das laufende Jahr peilt die Branche ein Produktionswachstum um 4 % an.

Ifo-Geschäftsklima erholt sich im Januar überraschend

Hohe Auslastung und gute Preise führten im vergangenen Jahr zu einem Rekordumsatz von 199,5 Mrd. €, wie der Verband weiterberichtete. Das war ein Plus von 9,7 % zum Vorjahr. Am stärksten wuchs auch hier das Geschäft mit Ländern außerhalb der Eurozone.

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