Digitalisierung 14. Sep 2021 Von dpa/aw

Unesco fordert Rechtsanspruch auf schnellen Internetzugang

Die Unesco hat die politisch Verantwortlichen in Deutschland aufgefordert, bis zum Jahr 2025 einen Rechtsanspruch auf einen flächendeckenden Zugang zu schnellem Internet zu schaffen.

Nach dem Willen der Unesco soll jeder Deutsche ab dem Jahr 2025 einen Rechtsanspruch auf einen schnellen Internetzugang bekommen.
Foto: PantherMedia / Steven Heap

In einem Bericht zur Internetentwicklung in Deutschland, der auf dem Internet Governance Forum (IGF) in Berlin vorgestellt wurde, weist die Weltkulturorganisation auf einen „digitalen Graben“ hin. Während quasi alle berufstätigen Deutschen (96 %) online seien, nutzten nur gut zwei Drittel der Erwerbslosen (68 %) das Internet. Dieser Graben müsse überwunden werden.

Auch Lob für die Politik

In dem Bericht stellt die Unesco der Bundesrepublik aber auch gute Noten aus. Die deutsche Politik habe sich auf höchster Ebene zum Recht auf Internet für alle bekannt. Der Netzzugang sei in Deutschland mit wenigen Ausnahmen flächendeckend, stabil und kostengünstig realisiert. „Hervorzuheben ist, dass es 2020 trotz stärkerer Nutzung von Telefon, Videokonferenzen und Streaming in der Covid-19-Pandemie zu keiner Zeit zu einer Netzüberlastung gekommen ist.“

Doch auch in Deutschland gefährdeten Faktoren wie Migrationshintergrund, nicht traditionelle Bildungsverläufe und Erwerbsbiografien sowie Alter die volle Realisierung aller Menschenrechte im Internet, bemängelte die Unesco. Vor diesem Hintergrund forderte die Organisation eine stärkere Förderung der Internetnutzung durch Menschen mit Migrationshintergrund sowie der Gleichstellung von Mädchen und Frauen in allen Bereichen des Internets. Dazu gehörten Bildungsangebote, aber auch Bemühungen, Ausgrenzungserlebnisse im Internet und „digitale Gewalt“ zu bekämpfen.

Bündnis fordert Neustart in der Digitalpolitik

Auf dem IGF wurde das zivilgesellschaftliche Bündnis „F5“ vorgestellt, in dem sich die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), AlgorithmWatch, die Open Knowledge Foundation Deutschland, Reporter ohne Grenzen (ROG) und Wikimedia Deutschland zusammengeschlossen haben. Ziel der Kooperation ist es, für einen Neustart in der Digitalpolitik zu werben, um die Digitalisierung an den Interessen der Menschen in Deutschland und Europa auszurichten. Der Name „F5“ spielt auf die Funktionstaste F5 an, mit der auf Computersystemen ein Neustart des Systems oder der Anwendung ausgelöst oder eine Webseite aktualisiert wird. Der Fokus sollte in Zukunft auf dem Gemeinwohl liegen, anstatt Interessen von Behörden und die Einnahmen von Tech-Konzernen zum Gradmesser zu machen, forderte das Bündnis.

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