Konjunktursorgen belasten Rohstoffpreise
Die Preise für Industriemetalle geben auf breiter Front nach – trotz hoher Herstellungskosten.

Eisenerz wie aus dieser Mine im ostchinesischen Nanshan ist auf den Weltmärkten derzeit nicht gefragt. Aus Sorge um die Konjunktur verringern Hüttenbetreiber ihren Ausstoß.
Foto: dpa Picture-Alliance/AP/Imaginechina/Wu xun
Nach den teilweise geradezu stürmischen Preiserhöhungen im Frühjahr dieses Jahres ist es an den meisten Metallmärkten inzwischen sehr ruhig geworden. Diese vor allem von konjunkturellen Sorgen ausgelöste Ruhe gilt ganz besonders für die großen Industriemetalle, die im zweiten Quartal ganz überwiegend Preiseinbußen hinnehmen mussten. Dabei wirkt zusammen, dass neben dem Ukrainekrieg die politischen Auseinandersetzungen um Taiwan die Konjunkturerwartungen belasten, zugleich ein in weiten Teilen der Welt starker inflationärer Druck zu spüren ist. All das macht weiten Teilen der Industrie große Sorgen, vor allem jenen Unternehmen, die in ihren Produktionsverfahren besonders auf Strom und Gas angewiesen sind. Da die konjunkturellen Erwartungen dementsprechend so gedämpft bis negativ sind, können die Bergbaukonzerne derzeit ihre eigenen starken Kostensteigerungen nicht zu Preiserhöhungen nutzen. Letzteres drückt die Metallpreise vielfach nur noch stärker und belastet zugleich auch die Börsenkurse der Metallproduzenten ganz beträchtlich.
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