Medizintechnik 10. Jun 2021 Von Bettina Reckter

Medizinische Implantate: Eingepflanzte Lebensretter

Implantate unterstützen Herz, Hirn und Körper. Und sie werden immer leistungsstärker. Dennoch sind sich Experten einig, dass es bei der Sicherheit noch hapert.


Foto: PantherMedia / kaprikM

Sie sollen das Leben verbessern oder gar bewahren. Sie helfen im wahrsten Sinne wieder auf die Beine, lassen das Herz im richtigen Takt schlagen und übernehmen Organfunktionen. Und sie überbrücken sogar verletzte Nervenbahnen oder fehlgeleitete Hirnströme. Ob Endoprothese, Dentalimplantat oder künstliche Augenlinse – in Deutschland werden etwa 2,2 Mio. Körperimplantate pro Jahr eingesetzt, Nervenimplantate nicht einmal mitgerechnet.

Die Forschung treibt deren Leistungsfähigkeit immer weiter voran. Dennoch warnen Fachleute vor Komplikationen, die bei bis zu 20 % der Endoprothesen auftreten. Entzündet sich das umliegende Gewebe, droht der Verlust des Implantats – und manchmal sogar des Lebens.

Implantate: Problem ist die langfristige Sicherheit

Eine, die hierzu forscht, ist Meike Stiesch. „Die langfristige Sicherheit von Implantaten ist immer noch nicht so, wie wir sie aus einigen sicherheitsrelevanten Bereichen der Technik kennen“, räumt die Expertin für biologische Implantatkomponenten von der Medizinischen Hochschule Hannover ein. Gemeinsam mit Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlern am Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) will sie diesen Missstand beheben.

In der Pipeline stecken bereits chemische und biologische Frühwarnsysteme, die Infektionen im Anfangsstadium von innen bekämpfen, sowie autonom agierende Reparaturbeschichtungen, die im Bedarfsfall kleinere Schäden ausbessern. Die Zukunft aber soll Implantaten gehören, die sich gewebeschonend gezielt lösen lassen, wenn ein Austausch nötig ist.

Den Fokus „Leistungsstarke Implantate“ lesen Sie im aktuellen E-Paper der VDI nachrichten mit folgenden Themen:

Endoprothesen für mehr Lebensqualität

Medizintechnik: Körperimplantate und Endoprothesen werden immer raffinierter. Völlig problemlos ist ihr Einsatz aber auch nicht.

Implantate fit machen für die Zukunft

Forschung: Fachleute aus Ingenieurwesen, Medizin und Naturwissenschaften suchen gemeinsam am Forschungszentrum NIFE in Hannover nach Methoden, damit Körperimplantate sicherer werden.

Wunder aus dem Neurofeuer

Nervenimplantate: Ein Schwein, das piept, wenn ein Gegenstand seinen Rüssel berührt. Gelähmte, die langsam ein Glas Bier greifen können. Gehirn-Computerschnittstellen machen Fortschritte.

Stellenangebote

HAW Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Professur für das Lehrgebiet "Instrumentelle Analytik und Downstream Processing"

Hamburg
Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung

Wissenschaftlicher Referent (m/w/d) in dem Fachgebiet FA 4 "Planfeststellung und Genehmigung von Endlagern"

Berlin
THD - Technische Hochschule Deggendorf

Professur (W2) für das Lehrgebiet: Bauphysik / Baukonstruktion

Deggendorf
HOCHSCHULE LANDSHUT Hochschule für angewandte Wissenschaften

W2-Professur (m/w/d) für das Lehrgebiet "Massivbau"

Landshut
Vermögen und Bau Baden-Württemberg

Diplom-Ingenieurinnen/Diplom-Ingenieure (FH/DH) bzw. Bachelor (w/m/d) der Fachrichtung Elektrotechnik, Versorgungstechnik oder einer vergleichbaren Fachrichtung

verschiedene Standorte in Baden-Württemberg
VDI Fachmedien GmbH & Co. KG Unternehmen für Fachinformationen

Chefredakteur (m/w/d) für die Redaktion Bauingenieur

Düsseldorf
DI - Die Ingenieure GmbH

Berechnungsingenieur (m/w/d) FEM

Ulm
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

Professur (W2) "Umwelttechnik und Ressourcenmanagement"

Düsseldorf
Private Hochschule für Wirtschaft und Technik gGmbH

Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (w/m/d) oder Entwicklungsingenieur:in (w/m/d)

Diepholz
Honda R&D Europe (Deutschland) GmbH

Entwicklungsingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Elektronik

Ingelheim
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Top 10 aus der Kategorie Gesundheit