Weiterbildung 14. Nov 2022 Von Sebastian Wolking

In Heilbronn feilen Führungskräfte aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft am Krisenmanagement

Kooperationen sind angesichts großer Krisen drängender denn je. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bringt die verschiedenen Player in ihrer „Intersectoral School of Governance“ zusammen, um interdisziplinäre Führungskompetenzen zu stärken. Letztlich geht es darum, zu verstehen, warum die andere Seite so agiert, wie sie agiert.

Die Wirtschaft kann die Krisen nicht allein stemmen, der Staat auch nicht. Die Player sollten an einen Tisch. Die Duale Hochschule Baden-Württemberg bildet Führungskräfte für den Dialog aus.
Foto: Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg

Die Welt wird immer komplexer. Ein Satz, den Zuschauer heute in gefühlt jeder Talkshow mindestens einmal hören. Gleichzeitig nimmt die Polarisierung zwischen Lagern und Milieus zu. Sie duellieren sich öffentlich, twittern sich gegenseitig in Grund und Boden, stehen sich immer unversöhnlicher gegenüber. All das erschwert die Suche nach Lösungen – und verheißt für die Zukunft nichts Gutes.

„Die großen Themen der Gegenwart zeigen, wie wichtig eine gute intersektorale Kooperation ist. Sie spielt gerade bei Themen wie Digitalisierung, Klimawandel und demografischem Wandel eine große Rolle“, sagt Monika Gonser, Leiterin der „Intersectoral School of Governance“ (Isog), angesiedelt am Center for Advanced Studies der staatlichen Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Heilbronn. „Weil klar ist: Die Wirtschaft wird den Fachkräftemangel nicht alleine beheben können. Der Staat wird Deutschland nicht alleine digitalisieren können. Da braucht es übergreifendes Denken.“ Über den Umgang mit dem Coronavirus, die Flüchtlings- und Energiekrisen lasse sich das Gleiche sagen.

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