Elektronische Gesundheitsakte 10. Mai 2022 Von Uwe Sievers Lesezeit: ca. 5 Minuten

Darum ist Österreichs Gesundheitssystem so viel weiter bei der Digitalisierung

Österreich zeigt, wie eine effektive Digitalisierung des Gesundheitssektors aussehen kann, auf dessen Basis sogar ein Impfregister in kürzester Zeit realisierbar wird.

Im Einzelfall kann in Österreich die Speicherung von Daten abgelehnt werden - das passiert aber praktisch kaum.
Foto: panthermedia.net / HASLOO

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland vielfältige Schwächen des Gesundheitssystems offengelegt. Andere Länder zeigten, wie es besser gehen kann. Beispielsweise realisierte die Stadt Wien ein Testkonzept, mit dem täglich mehr PCR-Tests durchgeführt werden konnten als in ganz Deutschland. Aber auch bei der Digitalisierung im Gesundheitssektor deckte die Pandemie hierzulande schonungslos Mängel und Lücken auf – und auch da liegt Österreich weit vorne.

Während man sich in Deutschland mit gefälschten Impfpässen und -zertifikaten herumschlägt, steht im Nachbarland längst ein elektronischer Impfpass zur Verfügung. Dank fortgeschrittener Digitalisierung konnte Österreich kurzfristig ein digitales Impfregister realisieren. Federführend verantwortlich dafür zeichnet ELGA-Leiter Franz Leisch. ELGA ist die Abkürzung für elektronische Gesundheitsakte, deren Einführung 2009 begann.

Fortgeschrittene Digitalisierung im Alpenstaat beflügelte Impfregister

In der Pandemie leistete ELGA wichtige Unterstützung bei der Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen. Auf der digitalen Infrastruktur des Gesundheitssystems ELGA basiert auch Österreichs Impfregister, das von Leisch in den letzten Jahren massiv vorangetrieben wurde. Noch ist er Geschäftsführer der dafür zuständigen ELGA-GmbH. Doch nicht mehr lange, denn er fiel bei seinem Chef, dem österreichischen Gesundheitsminister, in Ungnade.

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