Gründungsfinanzierung 09. Dez 2022 Von Barbara Willms

Insolvenz von Geschäftspartnern: Wie können sich Start-ups schützen?

Für Start-ups kann es das Aus bedeuten, wenn ein Geschäftspartner Insolvenz anmeldet. Auf diese Gefahr sind nicht alle jungen Unternehmen vorbereitet.

Das Problem ausfallender Kunden oder Lieferanten hat in vielen Start-ups wenig Priorität − zu Unrecht.
Foto: panthermedia.net/twixx

Was haben Unternehmensgründer und -gründerinnen von Anfang an auf dem Schirm? Ihre Produkt- oder Dienstleistungsidee, ein passendes Konzept, eine geeignete Location, die Suche nach Fördermitteln und Investoren. Und dann gibt es Themen, die stehen ganz weit hinten auf der Liste – oder gar nicht. Dazu gehört die Insolvenzansteckung: die Möglichkeit, dass das Start-up durch die Insolvenz eines Wirtschaftspartners so starke Einbußen erleidet, dass ihm selbst die Insolvenz droht. Regine Hilgers, Credit Management Consultant bei Collenda, einem führenden Anbieter für Softwarelösungen für das Forderungsmanagement, nennt ein typisches Beispiel: „Geht ein strategischer Lieferant insolvent, ist die gesamte Produktion betroffen. Ersatzbeschaffung dauert, verzögert die Produktion und verteuert sie. Ob die Mehrkosten weitergeleitet werden können, der Markt das mitmacht, ist fraglich.“

Start-ups trifft die Insolvenz von Geschäftspartnern besonders hart

Eine Insolvenzansteckung kann jedes Unternehmen treffen. Selbst der traditionsreiche Marktführer ist nicht davor gefeit. Start-ups gehören aber zu den verwundbarsten Unternehmen. Das liegt in der Natur der Sache: Junge Unternehmen haben in der Regel erst wenige Kontakte – fällt ein wichtiger Lieferant oder Kunde aus, gibt es kurzfristig kaum Alternativen. Sie können nicht auf langjährige Wirtschaftsbeziehungen zurückgreifen – damit ist fraglich, inwieweit Investoren ihnen im Krisenfall gleich eine zweite Chance geben. Liquiditätsprobleme werden schnell existenzbedrohend – denn das Unternehmenskapital ist meist knapp, Kredite müssen bedient werden. An diesen Faktoren lässt sich nicht viel ändern – sie machen ja die Startphase aus. Eine entscheidende Stellschraube gibt es jedoch: das Risikomanagement.

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