Dienstwagenprivileg 04. Sep. 2024 Lesezeit: ca. 1 Minute

Bund plant weitere Steuervorteile für E-Autos

Unternehmen können ihre Dienstwagen künftig früher abschreiben. Zudem soll die Förderung auch bei teureren Modellen greifen.

Die Bundesregierung will elektrisch betriebene Dienstwagen steuerlich stärker fördern. Bis zu 40 % vom Listenpreis sollen bereits im ersten Jahr steuerlich absetzbar sein.
Foto: panthermedia.net / Christian Pauschert

Die Bundesregierung plant eine erneute Förderung für Elektroautos. Nachdem die E-Auto-Prämie von bis zu 4500 € Ende 2023 abrupt eingestellt worden war, beschließt das Bundeskabinett heute ein neues Förderinstrument. Laut Medienberichten setzt das insbesondere bei Dienstwagen an. Dort winken für das Unternehmen künftig deutliche Abschreibungsvorteile. Wer ein E-Auto für seine Mitarbeiter beschafft, kann nach den Plänen der Regierung 40 % der Kosten bereits im Jahr der Anschaffung steuerlich geltend machen. Der Steuervorteil soll anschließend über fünf Jahre abschmelzen und schließlich bei 6 % liegen.

Steuervorteile auch für die Nutzer der Dienstfahrzeuge

Auch heute schon werden E-Autos steuerlich bevorzugt. Der vom Arbeitnehmer zu versteuernde geldwerte Vorteil orientiert sich am Brutto-Listenpreis des Fahrzeugs und liegt bei Verbrennern bei 1 %, bei E-Autos dagegen nur bei 0,5 %. Günstige Elektrofahrzeuge mit einem Listenpreis unter 70.000 € werden sogar nur mit 0,25 % des Brutto-Listenpreises zur Steuer herangezogen. Nun soll diese Obergrenze kräftig angehoben werden. Der Entwurf des Bundesfinanzministeriums sieht eine Grenze von 95.000 € vor, bis der vergünstigte  Satz von 0,25 % gilt. Elektroautos sind zudem bereits heute von der Kfz-Steuer befreit. Diese Regelung gilt bis Ende 2030.

Förderung kostet den Steuerzahler rund 600 Mio. €

Insgesamt rechnet der Bund damit, dass die Maßnahmen ein Volumen von 585 Mio. € im kommenden Jahr haben werden. Bis 2028 sollen die Steuervorteile bis auf 650 Mio. € steigen, zitiert das Handelsblatt aus dem Entwurf.

Die Beschlüsse kommen gerade recht. Denn die Autoindustrie in Deutschland steht derzeit stark unter Druck. Volkswagen hat kürzlich Überlegungen über Stellenstreichungen und sogar Werksschließungen in Deutschland öffentlich gemacht. Bei Audi in Brüssel wird bereits mit Streiks gegen eine mögliche Schließung des Werkes protestiert. Auch die jüngsten Zahlen des Ifo Instituts zur Stimmung in der Autoindustrie sind desaströs ausgefallen. (aw)

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