Windkraft 20. Mai 2022 Von Angela Schmid Lesezeit: ca. 5 Minuten

Grüner Wasserstoff direkt vom Meer

Das Tempo, mit dem der Ausbau von Offshore-Windenergieanlagen in der Nordsee vorangetrieben wird, ist rasant. Geplant ist, dass Teile des so gewonnenen Stroms direkt vor Ort in grünen Wasserstoff umgewandelt werden.

Die Idee ist, eine WEA mit einer Leistung von 15 MW zu entwickeln, die direkt mit einem Elektrolyseur verbunden ist. Vor Spritzwasser und salzhaltiger Luft geschützt, befindet er sich in einem Standardcontainer auf einer Plattform, die direkt am Turm befestigt ist.
Foto: Siemens Gamesa Renewable Energy

Offshore-Windenergieanlagen (WEA) sollen in Zukunft nicht mehr nur Strom, sondern auf hoher See auch gleich Wasserstoff produzieren. Bisher ist das noch eine Vision. Dass dies aber die Zukunft ist, ist nicht unwahrscheinlich. Denn der Ausbau der WEA in der Nordsee soll mit einem noch nie da gewesenen Tempo vorangebracht werden. Deutschland, Dänemark, Belgien und die Niederlande haben gerade (Mittwoch, 18. Mai) beschlossen, bis 2030 ihre Offshore-Leistung zu vervierfachen. Bis 2050 soll die Leistung auf 150 GW ausgebaut und damit im Vergleich zu heute verzehnfacht werden. „Damit verstärken wir den europäischen Ausbau erneuerbarer Energien und reduzieren so weiter die Abhängigkeit von Gasimporten“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei dem Treffen der vier Anrainerstaaten in Dänemark.

Offshore-Windenergieanlagen (WEA) sollen in Zukunft nicht mehr nur Strom, sondern auf hoher See auch gleich Wasserstoff produzieren. Foto: Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF

Riesenchance mit Wasserstoff: Was Bosch jetzt vorhat

Strom soll vor Ort in grünen Wasserstoff umgewandelt werden

Nicht der ganze Strom vom Meer soll über Netze an Land transportiert und verteilt, sondern zum Teil auch direkt vor Ort in Wasserstoff umgewandelt werden. In Dänemark, Schweden und Frankreich laufen verschiedene Projekte. So plant unter anderem das auf grünen Wasserstoff spezialisierte Unternehmen Lhyfe gemeinsam mit der französischen Universität Central Nantes, den Elektrolyseur zur Wasserstoffproduktion auf einer schwimmenden Plattform zu installieren und mit verschiedenen erneuerbaren Energiequellen zu verbinden – einschließlich einer schwimmenden Windturbine. „Wir sind überzeugt, dass der Weg der erneuerbaren Wasserstoffproduktion auf See eine perfekt geeignete Lösung für den bevorstehenden massiven Einsatz von Wasserstoff ist“, so Matthieu Guesné, Gründer von Lhyfe.

Grüner Wasserstoff: Meilenstein für klimaneutrales Fliegen erreicht

Der grüne Wasserstoff wird auf einer schwimmenden Plattform erzeugt

Angebot wählen und sofort weiterlesen

  • Alle Beiträge auf vdi-nachrichten.com
  • Monatlich kündbar

Oder werden Sie VDI-Mitglied und lesen im Rahmen der Mitgliedschaft Vn+.

Jetzt Mitglied werden

Themen im Artikel

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Stadt Langenhagen

Leiter (m/w/d) der Abteilung Stadtgrün und Friedhöfe

Langenhagen
Hochschule Emden/Leer

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Projekt "OS-Lotse"

Emden
HIC Consulting

Geschäftsführer (m/w/d)

Hamburg
Hochschule Emden/Leer

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Doktorand*in)

Emden
HAW Kiel

Lehrkraft für besondere Aufgaben für maschinenbauliche Entwicklungen und Konstruktionen (m/w/d)

Kiel
Hochschule Esslingen - University of Applied Sciences

Professor:in (W2) für das Lehrgebiet Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik

Esslingen
Große Kreisstadt Bad Waldsee

Abteilungsleitung Tiefbau (m/w/d)

Bad Waldsee
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE)

Beamline-Scientist (m/w/d)

Garching
Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Ingenieurin / Ingenieur (m/w/d) Versorgungstechnik / Technische Gebäudeausrüstung für den Bundesbau

Köln
BVG Projekt GmbH

Projektingenieur*in Neubaustrecken Infrastruktur (Straßenbahn/TRAM)

Berlin
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen