Forschung 08. Apr 2024 Von André Weikard Lesezeit: ca. 2 Minuten

Biontech-Studie lässt hoffen im Kampf gegen Krebs

Biontechs Impfstoff BNT122 zeigt auch in der Langzeituntersuchung Wirkung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Stichprobe ist allerdings sehr klein.

Biontechs ermutigende Studienergebnisse bestätigen sich auch in der Langzeitbetrachtung.
Foto: panthermedia.net / alexraths

 

Auch drei Jahre nach der Behandlung mit dem Krebsimpfstoff BNT122 kehrt die Krankheit seltener zurück. Das legen Ergebnisse einer Phase-1-Studie nahe, die Biontech anlässlich der Jahrestagung Krebsforschungsorganisation AACR in San Diego veröffentlicht hat.

Sechs von acht Patieten blieben tumorfrei

Der mRNA-Impfstoff BNT122 wurde bei Patienten mit Bauspeicheldrüsenkrebs eingesetzt, der als besonders hartnäckig gilt. Nur jeder fünfte Betroffene hat das Glück, dass der Krebs nach einer operativen Entfernung des Tumors besiegt ist. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle hat die Erkrankung bereits im Körper gestreut und führt binnen fünf Jahren zum Tod. Auch gängige Chemotherapien können die Quote kaum verbessern. In der Biontech-Studie blieben dagegen sechs von acht Patienten, die auf das Biontech-Medikament ansprachen, tumorfrei. Auch nach drei Jahren noch. „Diese neuen Daten sind ein frühes Signal für das Potenzial unseres individualisierten mRNA-basierten Krebsimpfstoff-Ansatzes in dieser Indikation mit ungedecktem medizinischem Bedarf“ sagt Özlem Türeci, Chief Medical Officer und Mitgründerin von Biontech.

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Drei Phase-2-Studien laufen derzeit

Acht weitere Patienten, die ebenfalls mit dem Mittel behandelt worden waren, sprachen dagegen nicht auf die Behandlung. Bei sieben von ihnen kehrte der Krebs zurück. Biontech interpretiert die Daten dahingehend, dass BNT122 und vergleichbare Mittel in der Lage seien, Turmorherde in frühen Entwicklungsstadien einzudämmen. Biontech setzt gemeinsam mit dem Partner Genentech die Untersuchungen derzeit in einer Phase-2-Studie fort. Parallel zur Behandlung von Bauspeicheldrüsenkrebs, erprobt Biontech seinen Ansatz auch bei Haut- und Darmkrebspatienten.

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Erste Krebs-Impfstoffe von Biontech möglicherweise bereits 2026

Die Zulassung eines ersten mRNA-Wirkstoffs gegen Krebs könnte bereits 2026 erfolgen, hofft Biontech. Laut Aussage der Mainzer könnten im Erfolgsfall bis 2030 insgesamt zehn Krebsarten mit der Technologie bekämpft werden. Ein Durchbruch wäre nicht nur für zahlreiche Patienten von großer Bedeutung. Auch Biontech ist auf eine baldige Zulassung angewiesen. Bislang ist der Corona-Impfstoff Corminaty das einzige Produkt des Unternehmens. Das verzeichnete allerdings zuletzt Umsatzrückgänge von 78 % auf Jahresbasis. Die Börse zeigte sich unbeeindruckt von den jüngsten Studienergebnissen. Im frühen Handel verharrte der Aktienkurs von Biontech auf dem Vortagesniveau. Die Investoren warten die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Studien ab.

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