Standort Magdeburg stärken 21. Jun 2024 Lesezeit: ca. 2 Minuten

Von Amazon zu Intel Deutschland: Sonja Pierer wird neue Geschäftsführerin

Die Diplom-Informatikerin Sonja Pierer ist die neue Geschäftsführerin von Intel Deutschland. Sie folgt auf Christin Eisenschmid, die im März das Unternehmen verließ. Zu Pierers Aufgaben gehören die Akquise von Aufträgen für die neuen Chip-Fabriken in Magdeburg, deren Bau 2025 beginnen soll.

Sonja Pierer tritt an die Spitze von Intel Deutschland.
Foto: Intel Corporation

Eine ausgewiesene Vertriebsexpertin und Diplom-Informatikerin wird Chefin von Intel Deutschland: Sonja Pierer (46) ist zur neuen Geschäftsführerin des Chip-Herstellers in der Bundesrepublik berufen worden. Das teilte Intel am 21. Juni in München mit. Pierer folgt auf Christin Eisenschmid, die bereits im März das Unternehmen „aus persönlichen Gründen“ verlassen hat.

Aufträge an Land ziehen

Zu Pierers Aufgaben gehört es auch, für die Fabriken in Magdeburg Aufträge an Land zu ziehen. In den Chip-Werken werden nicht nur Halbleiter für Intel selbst produziert, sondern auch für andere Halbleiteranbieter. Die Auftragsproduktion hat jedoch einen großen zeitlichen Vorlauf. Nach Angaben von Intel dauert es zwischen zwei und vier Jahren, um die Mikroprozessoren für die Produktionsprozesse in Magdeburg zu entwickeln. An der Akquise von Auftragskunden ist selbst Konzernchef Pat Gelsinger beteiligt.

Informatikerin aus bayerischer Handwerksfamilie

Pierer stammt ursprünglich aus einer bayerischen Handwerksfamilie und war dort die Erste, die studiert hat, nämlich Informatik in Passau. Sie sammelte Erfahrung in verantwortlichen Positionen bei Cisco, NCR und Experis. Vor ihrem Start bei Intel war Pierer bei Amazon tätig, wo sie für den deutschen Markt verantwortlich war. Pierer engagiert sich ehrenamtlich bei dem Netzwerk Frauen in die Aufsichtsräte e.V. und bei der Initiative Bayerns Frauen in Digitalberufen. Damit unterstützt sie die Förderung von Frauen in Führungspositionen und setzt sich für mehr Diversität in Unternehmensvorständen und Aufsichtsräten ein.

Intel wird in den kommenden Jahren weiter maßgeblich seinen Beitrag zur fortschreitenden Digitalisierung der deutschen und europäischen Wirtschaft leisten“, betonte Pierer. Mit dem geplanten Bau der Chip-Fabriken in Magdeburg setzte Intel ein starkes Signal in Europa. „Mit einer Summe von über 30 Mrd. € ist der Standort eine der größten Einzelinvestitionen in der Geschichte der Bundesrepublik.“

Bau der Chip-Fabriken könnte 2025 starten

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Die Bundesregierung hatte im vergangenen Jahr staatliche Hilfen von 9,9 Mrd. € für die Ansiedlung genehmigt. Der Bau der Chip-Fabriken könnte 2025 starten, sollte die EU-Kommission in den nächsten Monaten die Gelder freigeben. Intel hatte in der Vergangenheit den Baubeginn der Chip-Fabriken in Magdeburg für Ende 2024 anvisiert. (mv/dpa)

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