Freelancer-Kompass 2020 24. Jul 2020 Von Claudia Burger

Stundensatz für IT-Freelancer auf Vorjahresniveau

Zum fünften Mal befragte die Projektplattform freelancermap IT- und Engineering-Freelancer zu Trends, aktuellen Entwicklungen und den Folgen der Corona-Krise. Ein Ergebnis: Der Stundensatz liegt auf Vorjahresniveau bei 94 € .


Foto: panthermedia.net/Robert Kneschke

Der durchschnittliche IT-Freelancer hat 13 Jahren Arbeitserfahrung in der Festanstellung und weitere elf Jahren als freie Experten. So sind Freelancer genau die Richtigen, um Unternehmen bei komplexen Projekten zu unterstützen. Zum fünften Mal befragte die Projektplattform freelancermap IT- und Engineering-Freelancer im deutschsprachigen Raum zu Trends, aktuellen Entwicklungen und den Folgen der Corona-Krise. An der repräsentativen Marktstudie des Nürnberger Unternehmens nahmen 1856 Selbstständige teil und beantworteten über 70 Fragen.

Erfahrung kostet: Freelancer in ihren 50ern mit Stundensatz von 100 €

Im Schnitt 94 € pro Stunde müssen Unternehmen laut Studie in DACH-Regionen auf den Tisch legen, wenn sie die Expertise von selbstständigen IT- und Engineering-Experten in Anspruch nehmen wollen. Der Stundensatz bleibt damit stabil auf dem Niveau des Vorjahres 2019 – trotz gegenwärtig schwieriger Lage. Je nach Alter des Freelancers müssen Unternehmen tiefer oder weniger tief in die Tasche greifen: Sind Selbstständige jünger als 30 Jahre, so kosten sie eine Firma durchschnittlich 77 € pro 60 min. Freie Experten zwischen 50 und 59 Jahren hingegen veranschlagen im Schnitt einen Stundensatz von 100 €. Benötigen Betriebe Unterstützung im Bereich SAP, so werden hier für qualifizierte Spezialisten Spitzenbeträge von 111 € pro Arbeitsstunde fällig. Am günstigsten kommen Firmen weg, wenn sie externe Fachkräfte im Bereich Grafik, Content und Medien ins Boot holen. Hier liegt der durchschnittliche Stundensatz bei 69 €. Während Unternehmen in Österreich und Deutschland Freelancern ähnlich viel bezahlen (ca. 91 € bzw. 94 € pro Stunde), sind freie Spezialisten in der Schweiz mit im Schnitt 129 € pro 60 min deutlich kostenintensiver.

Studiert, fest angestellt, selbstständig: Typischer Karriereweg von Selbstständigen

Die meisten Freelancer bringen viel Erfahrung in die Projektarbeit mit Unternehmen ein. Nach einem Studium an der Uni (40 %) oder Fachhochschule (34 %), arbeitet die Mehrzahl ca. 13 Jahre als Festangestellter, bevor sie dieses Dasein an den Nagel hängt. Selbstständig sind die freien Spezialisten zudem seit durchschnittlich elf Jahren – mit ihrem Wissen aus verschiedensten Projekten sorgen sie für frischen Wind in Unternehmen. IT und Software, Automotive, Banken/Finanzen und die Industrie nennen die Befragten dabei als die häufigsten Branchen, denen ihr aktuelles oder letztes Projekt zugeordnet werden kann. Ähnlich wie bei Festangestellten arbeiten neun von zehn Freelancern von Montag bis Freitag. Fast jeder Fünfte hingegen setzt sich auch am Wochenende noch an seinen Arbeitsplatz. Für ihre Kunden sind fast alle Selbstständigen (98 %) ab 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends zu erreichen. Weitere 31 % geben an, dass sie auch am Wochenende den Hörer abnehmen oder E-Mails checken. Statt den üblichen 40 Stunden arbeiten die meisten Befragten ca. vier Stunden mehr. In Unternehmen haben die externen Fachkräfte meist die Rollen von Entwicklern (28 %) oder Beratern (26 % ) inne. Am seltensten holen Betriebe Freelancer als Qualitätsmanager ins Projekt. Über die Hälfte der Unternehmen, für die Selbstständige als Letztes arbeiteten, hat dabei zwischen 1001 und 5000 Mitarbeitern. 11 % der freien Experten war jedoch auch in einem Betrieb mit weniger als zehn Angestellten tätig.

Corona-Krise: Schlechte Auftragslage, aber zugleich Chance für Digitalisierung

Auch an Freelancern geht die Corona-Krise laut Studie nicht spurlos vorüber. Während viele Selbstständige sich aufgrund der sehr guten wirtschaftlichen Lage zu Beginn des Jahres ca. 95 € pro Stunde von Unternehmen bezahlen ließen, passten sie sich Mitte März an die aktuellen Umstände an. Durchschnittlich 94 € verlangen sie seither für 60 min – genauso viel wie letztes Jahr also.

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