FOKUS ARBEIT 01. Mrz 2018 Wolfgang Schmitz Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Mensch behält die Fäden in der Hand

Der Mensch blickt in die Zukunft – nicht die Maschine. Entsprechend kann er gestalten. Die Gestaltungsspielräume aber sind gewaltig.

Der Mensch führt, der Roboter führt aus. So sollte es idealerweise auch künftig sein.
Foto: panthermedia.net/IgorVetushko

Das Thema „Arbeit der Zukunft“ spaltet seit jeher die Gemüter. Aber vermutlich war die Kluft zwischen Hoffnungen und Ängsten selten so groß. Mit Bestandsaufnahmen und Diskussionen will das Forschungsministerium im Wissenschaftsjahr 2018 auf die Herausforderungen zukünftiger Arbeitswelten vorbereiten. Die scheidende Ministerin Johanna Wanka betont, dass die Gesellschaft der Entwicklung nicht wehrlos ausgeliefert ist: „Wir wollen eine Zukunft, in der der Mensch den Fortschritt beherrscht und lenkt, nicht umgekehrt.“

Dem schließt sich der VDI an. Der Mensch müsse auch im digitalen Zeitalter die Fäden in der Hand halten, heißt es im Positionspapier „Smart Germany – Arbeit in der Digitalen Transformation“. Neue Technologien werden die Arbeit „entbetrieblichen“, traditionelle Arbeitsorte lösen sich auf. Innovative Arbeitszeitmodelle und neue Beschäftigungsformen bieten laut VDI Arbeitgebern wie Arbeitnehmern mehr Flexibilität und Raum zur Vereinbarung beruflicher und privater Bedürfnisse.

Radikale Umbrüche prognostiziert eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Auszugehen sei von einer Phase, in der der „digitale Darwinismus“ immer mehr Berufe und Tätigkeiten durch Automation ersetze. Damit stehe der Übergang in ein neues Arbeitssystem und vermutlich das Ende klassischer Lohnarbeit an.

Dabei wollten es die VDI nachrichten nicht bewenden lassen und fragten Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden, wie sie aus sieben verschiedenen Perspektiven die Zukunft der Arbeit sehen.

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