„Energiesparen ist seit mehr als 30 Jahren ein ständiges Thema für mich“
Energiesparprofi Thomas Wollstein berichtet, wo echte Sparpotenziale liegen – und welche Tipps Gefahren bergen.

Richtig warm wird das Wasser beim kurzen Händewaschen ohnehin nicht. Die in der Leitung aufgestiegene Wärme geht verloren. Wer ein Bewusstsein fürs Energiesparen verinnerlicht hat, stellt den Mischhebel besser gleich auf kalt.
Foto: PantherMedia / YuriArcurs
VDI nachrichten: Herr Wollstein, Sie waren so freundlich, die gesammelten Energiespartipps unserer Leser und Leserinnen zu begutachten. Welches sind Ihre Favoriten?
Thomas Wollstein: Alle Tipps zeigen, dass die Leserschaft sich Gedanken gemacht hat. Energieeinsparen braucht wie vieles, das unseren Gewohnheiten oder unserer Bequemlichkeit widerspricht, Bewusstheit. Ein einfaches und unbedenkliches Beispiel ist der Einhebelmischer: Üblicherweise steht er in Mittelstellung. Es wird dann zum Händewaschen erwärmtes Wasser verwendet, obwohl warmes Wasser beim Händewaschen nachweislich keinen Hygienevorteil bringt. Darauf zu achten und bewusst auf kalt zu stellen, zeigt die richtige Denkweise auf. Wenn Sie diese Bewusstheit verallgemeinern und, wie in anderen Tipps dargestellt, darauf achten, dass das Licht aus ist, wenn niemand im Raum ist oder man nicht zwei Kochplatten verwendet, wenn es mit einer geht, ergibt das in Summe ein ansehnliches Ergebnis.

Thomas Wollstein ist Diplom-Physiker und technisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG).
Foto: privat
Zurzeit kursieren viele Spartipps. Von welchen populären Irrtümern raten Sie ab?
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