Gesundheit 12. Dez 2022 Von Bettina Reckter

Corona: Nur jeder Zehnte wechselt die Maske nach jedem Gebrauch

Masken schützen vor Infektionen. Aber nur, wenn sie richtig angewendet werden. Viele Deutsche scheinen damit zu lax umzugehen, wie eine Umfrage des BVMed zeigt.

Maskenpflicht hin oder her: Der richtige Umgang mit den Masken entscheidet mit über die Schutzwirkung.
Foto: PantherMedia / Madllen

In einigen Bundesländern fällt gerade die Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr. Und auch in anderen Bereichen geht es immer lockerer zu, was das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes betrifft. Dabei sind sich Mediziner sicher, dass Masken vor Infektionen schützen. Aber nur, wenn sie auch richtig angewendet werden. Eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnik (BVMed) zeigt jetzt, wie das die Deutschen praktizieren.

Die Hälfte der Befragten wechselt die Maske erst, wenn sie schmutzig ist

Nur jeder Zehnte wechselt die FFP2-Maske nach jedem Gebrauch. 9 % der Befragten wechseln die Maske so selten wie möglich, mehr als 18 % tragen überhaupt keine Maske. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage. „Medizinische Masken schützen bei richtiger Anwendung sehr gut vor Infektionen. Wichtig ist, die Hinweise der Profis zum richtigen Umgang mit Masken und die Hygieneregeln zu beachten“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Marc-Pierre Möll.

Ob Pflicht oder freiwilliger Akt: In Teilen des öffentlichen Raumes werden medizinische bzw. FFP2-Masken getragen. Aber nutzt dies auch was? Der Umfrage zufolge gehören zu den häufigsten Wechselgründen: Wenn die Maske verschmutzt ist (50,8 %), kaputt gegangen ist (41,3 %), schlecht riecht bzw. unhygienisch ist (37 %) oder wenn die Maske durchfeuchtet ist (35,6 %).

OP-Maske oder FFP2-Maske? Nur bei korrekter Anwendung können sie auch schützen

Die Mehrheit der Deutschen wechselt die Maske erst, wenn sie verschmutzt ist. Dies ist ein Ergebnis der Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnik (BVMed).
Foto: BVMed

Unterschieden werden OP-Masken bzw. medizinische Masken (Mund-Nasen-Schutz) und Atemschutzmasken. OP-Masken dienen vor allem dem Schutz der Umgebung vor Keimen, die die Träger und Trägerinnen beispielsweise durch Atmen oder Niesen verteilen könnten. Atemschutzmasken hingegen dienen dem Schutz der Träger und Trägerinnen vor Viren. Bei den Atemschutzmasken gibt es verschiedene Modelle, solche mit Partikelfilter, auch als FFP-Masken bekannt, schützen grundsätzlich gut vor Viren und Mikroorganismen.

Lesetipp: Gebrauch von Desinfektionsmitteln in jedem Boden nachweisbar

Am häufigsten genutzt werden aktuell FFP2-Masken. Allerdings sind sie nur dann wirksam, wenn sie korrekt angelegt werden. Vor dem Aufsetzen die Hände gründlich mit Wasser und Seife oder Desinfektionsmittel reinigen. Die Maske sollte Mund und Nase vollständig bedecken, es sollte keine Lücke zwischen Gesicht und Maske entstehen. Die Anleitung hilft beim richtigen Aufsetzen. Und ganz wichtig: FFP2-Masken sollten grundsätzlich nicht mehrfach verwendet werden, da es sich um Einmalprodukte handelt.

Lesen Sie hier, welche Konsequenzen Unternehmen für ihre Gesundheitsstrategie aus der Corona-Krise ziehen

Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag vom BVMed 2500 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Einwohner Deutschlands ab 18 Jahren. Der BVMed repräsentiert über 250 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnikbranche sowie Hilfsmittelleistungserbringer und Homecare-Versorger.

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