Pandemie und Arbeit 24. Nov 2022 Von Wolfgang Schmitz

Corona: Unternehmen ziehen Konsequenzen für ihre Gesundheitsstrategie

Gesundheitsmanagement war in deutschen Unternehmen lange Zeit ein Stiefkind. Die Pandemie habe zu einem Bewusstseins- und Kulturwandel geführt, meinen die Personaldienstleister von Randstad. Und nennen Zahlen.

Eine ziemlich sichere Variante, um Mitarbeitende vor Viren zu schützen, ist das Homeoffice. Seine Bedeutung wird weiter zunehmen.
Foto: PantherMedia / Andriy Popov

Eine weitere Coronawelle im Winter? Der Großteil der deutschen Unternehmen ist gewappnet. Sollte die Inzidenz wieder steigen, reagieren Unternehmen laut der aktuellen Personalleiterbefragung durch das Ifo Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad mit zwei Maßnahmen: Testen und Kontaktbeschränkung.

So setzen 88 % der befragten Unternehmen auf kostenlose Coronatests. Um Kontakte zu beschränken, ist in 72 % der Firmen eine Ausweitung des Homeofficeangebots geplant. Zudem konzentrieren sich 60 % der befragten Personalleitenden auf ein striktes Besuchermanagement.

Digitales Gesundheitswesen: Kaum am Start, schon veraltet

„Unternehmen haben aus der Coronapandemie gelernt“, weiß Klaus Depner, Manager Health & Safety bei Randstad Deutschland. „Wer den aktuellen Infektionsstand genau im Blick hat und weitere Ansteckungen durch zielgerichtete und angemessene Maßnahmen wie Kontaktbeschränkung verhindert, vermeidet einen noch höheren Krankenstand und damit eine zusätzliche Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs.“ Eine Strategie, die dauerhaft sinnvoll ist, ist der Randstad-Experte überzeugt.

Gerade in Krisenzeiten sei die Resilienz der Belegschaft entscheidend. „Corona hat hier für einen wichtigen Kulturwandel gesorgt. Weg davon, ständig präsent zu sein und auch krank zur Arbeit zu kommen, hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Krankheit“, betont Klaus Depner. „Wer seine eigene Infektion nicht richtig auskuriert oder andere ansteckt, schadet sich selbst und dem Unternehmen. Es braucht Arbeitgeber, die Haltung zeigen und sensibel für das Wohlbefinden der Belegschaft sind. Und es braucht Mitarbeitende, die offen mit Krankheit und Belastung umgehen und auch umgehen dürfen.“

Arbeitgeber sollten Gesundheit ihrer Mitarbeitenden immer im Auge behalten

Für ein agiles Gesundheitsmanagement, das auch in wechselhaften und belastenden Situationen funktioniert, brauche es einen offenen Austausch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden.

Randstad gibt folgende Ratschläge:

• Achtsamkeit für Krankheit und Belastung fördern

Arbeitgeber tun gut daran, auch weiterhin achtsam für Anzeichen von Überbelastung ihrer Belegschaft zu sein – und im Krankheitsfall die Beschäftigten zu bestärken, sich vernünftig auszukurieren. Wer sich nicht fit fühlt oder mit einem permanenten Leistungsabfall zu kämpfen hat, sollte zeitnah das Gespräch mit seiner Führungskraft suchen.

Coronawelle sorgt in Unternehmen für mehr Hygiene

• Arbeitsplatz gesund gestalten

Ein Gesundheitsmanagement, das für jeden Einzelnen funktioniert, muss an die individuellen Arbeitsbedingungen angepasst sein. Ein regelmäßiger offener Austausch mit den Mitarbeitenden zu bestehenden oder sich verändernden Arbeitsbedingungen kann helfen, Risikofaktoren aufzudecken. Das betrifft nicht nur die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes. Wer sich in seinem Team wohlfühlt und Raum und Zeit für konzentriertes Arbeiten hat, leidet seltener unter Belastung.

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