IT-Sicherheit 24. Feb 2023 Von Uwe Sievers Lesezeit: ca. 6 Minuten

Der Cyberwar begann bereits lange vor dem eigentlichen Kriegsausbruch

Der russische Überfall auf die Ukraine jährt sich zum ersten Mal. Doch der Krieg wurde schon lange zuvor im Cyberspace vorbereitet und bereits durch Cyberangriffe eingeleitet.

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird in Teilen digital geführt, Stichwort: Cyberwar. Auch die Nato bereitet sich auf so etwas vor ‧– hier bei einer Übung in Tschechien 2022.
Foto: imago images/CTK Photo/Ludek Perina

Wenige Minuten nach dem militärischen Angriff auf die Ukraine legte Russland das Satellitennetzwerk KA-Sat lahm. Dieser Angriff sollte die Kommunikation des ukrainischen Militärs ausschalten, störte aber auch Internetdienste in Deutschland. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ meldete dazu: „Am Morgen des russischen Angriffs um fünf Uhr aktivierten bisher unbekannte Angreifer ein fehlerhaftes Update für bestimmte Kunden des Viasat-Dienstes KA-SAT.“ Mehr als 3000 über den Satellitenanbieter vernetzte Windräder waren nicht mehr erreichbar. Ein erster Kollateralschaden dieses Cyberwars.

BSI warnt vor Cyberattacken auf die kritische Infrastruktur

Kurz vor dem Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor Angriffen auf den Energiesektor: „Durch die bestehenden Abhängigkeiten von Energieimporten kommt den Branchen Strom, Gas und Mineralöl aktuell eine außergewöhnliche Relevanz zu. Der Sektor Energie stellt somit aktuell ein besonders attraktives Angriffsziel für Cyberattacken dar.“

„Es gibt IT-Angriffe auf kritische Infrastrukturen mehrerer Länder“

Gerade erst wurden Nato- und andere Militärstrukturen angegriffen, zuvor hatte das Bundesamt massive DDoS-Angriffe (s. Kasten) auf Webpräsenzen von Flughäfen, auf den Finanzsektor sowie Bundes- und Landesverwaltungen festgestellt.

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