Raumfahrt 02. Jun 2022 Von Stefan Asche

Airbus will Fabriken im Weltall aufbauen

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus will schon 2023 Metallteile auf der ISS herstellen – per 3D-Druck. Wenig später sollen Roboter erste Fabriken auf dem Mond sowie riesige Konstruktionen im Orbit aufbauen.

Airbus will riesige Kostruktionen im All von Robotern aufbauen lassen - etwa Reflektoren.
Foto: Airbus

Die nächste Produktionsfabrik von Airbus entsteht vielleicht weder in Europa noch in den USA. Sondern im All! Was nach Science Fiction klingt, ist gar nicht mehr so weit weg. Schon im nächsten Jahr soll die Vision zur Realität werden – zumindest in ersten Schritten. Dann nämlich nehmen Astronauten den ersten Metall-3D-Drucker an Bord der Raumstation ISS in Betrieb.

Die Maschine, genannte „Metal3D“, wurde entwickelt von Airbus für die Europäische Raumfahrtagentur ESA. Sie basiert, den ersten Filmen zufolge, auf einem drahtbasierten Auftragsschweißverfahren. Das Metall wird dabei bei bis zu 1200 °C in einem Lichtbogen aufgeschmolzen.

Zukünftige Versionen des Druckers sollen auch Mondstaub oder recycelte Materialien aus ausgemusterten Satelliten verarbeiten können. Laut Airbus könnte der Drucker bis Ende dieses Jahrzehnts auch auf dem Mond eingesetzt werden, um vor Ort Behausungen, Werkzeuge oder Fahrzeuge herzustellen. Hintergrund all dieser hochfliegenden Pläne: Noch immer kostet es ein Vermögen, Material von der Erde in das Weltall zu transportieren.

Airbus will menschliches Gewebe im Weltall züchten

Airbus geht in seinen Plänen sogar noch einen Schritt weiter: Das Unternehmen hat einen Roboterarm entwickelt, der komplexe Montagearbeiten in Schwerelosigkeit ausführen kann.

Er soll beispielsweise Satelliten, Raumschiffe oder seinesgleichen reparieren. Und er soll gigantische Strukturen aufbauen können – etwa Teleskope, deren Signale den gesamten Erdball abdecken könnten.

Das Müllproblem im Weltall

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