Raumfahrt 13. Dez 2022 Von Iestyn Hartbrich

Orion: Nasa startet erfolgreich in ihr neues Mondprogramm Artemis

Am Montag ist die Orion-Kapsel aus dem Pazifik geborgen worden. Ein erfolgreicher Test geht zu Ende, aber für einige geht die Arbeit jetzt erst los.

Nasa-Teams bergen die Orion-Kapsel nach der Nasa-Mondmission Artemis 1. Die Kapsel war nach einer Mondumrundung in der Nähe der mexikanischen Halbinsel Baja in den Pazifik gestürzt.
Foto: Nasa/Kenneth Allen

Die erste Orion-Kapsel des neuen Nasa-Mondprogramms Artemis ist zurück auf der Erde. Nach einer Mondumrundung und 26 Tagen im Weltall stürzte Orion planmäßig in den Pazifik und wurde von einem Nasa-Schiff geborgen. Nasa-Chef Bill Nelson sprach von einem „historischen Tag“.

Hardwaretest für Orion und SLS

Artemis 1 war eine Mission ohne Crew: ein Hardwaretest, mit dem die Nasa an die Apollo-Ära anknüpfen will. Noch in den 2020er-Jahren sollen Astronauten und Astronautinnen an Bord von Orion zum Mond fliegen und dort landen.

Artemis 1 war zugleich der Erstflug der Nasa-Schwerlast­rakete SLS, die das Programm immer wieder ausgebremst und verteuert hatte. „Die Menschheit hat wieder ein Raumschiff, das Menschen über den Erdorbit hinaus ins All tragen kann, um Mond & Mars zu erforschen“, schrieb der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst nach der Landung auf Twitter.

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Fernziel der Nasa: Vom Mond zum Mars

Die Nasa sieht im Artemis-Programm nicht allein die Rückkehr zum Mond, sondern auch einen Wegbereiter für die Erforschung des Kosmos. Ende der 2030er-Jahre sollen Menschen mit ähnlicher Hardware zum Mars fliegen – „und dann noch weiter hinaus“, sagt Nasa-Chef Nelson.

Der erfolgreichen Premiere des Artemis-Programms war allerdings ein regelrechter Stotterstart vorausgegangen. Wegen Problemen am Tanksystem und in einem Fall wegen eines Sturms musste der Start mehrfach verschoben werden.

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Eines der Hauptziele der Mission – der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre – ist dann aber einwandfrei gelungen. Orion musste dazu von 40 000 km/h Reisefluggeschwindigkeit auf 480 km/h abbremsen. Der Hitzeschild hielt Temperaturen von annähernd 2800 °C stand.

Wie wirkt sich die kosmische Strahlung auf Menschen aus?

Anstelle einer Crew waren bei der Artemis-1-Mission Massedummies und Experimente an Bord. Eins davon: Mare, mit dem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersuchen will, wie sich die kosmische Strahlung auf Menschen und speziell auf den weiblichen Körper auswirkt. In der Orion-Kapsel befanden sich zwei identische Phantome, detailgetreue Nachbildungen des weiblichen Torsos inklusive der Fortpflanzungsorgane, gespickt mit Strahlungssensoren- und Messgeräten. Eines der Phantome trug eine Strahlenschutzweste, das andere nicht.

Im Januar 2023 soll die Kapsel am Kennedy Space Center der Nasa geöffnet werden. „Die Daten der aktiven Messgeräte werden dann gleich vor Ort ausgelesen, um schnell einen ersten Eindruck über die Strahlungsdosis während der Mission erhalten zu können“, sagt Thomas Berger vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, Leiter des Mare-Experiments. Anschließend sollen die Phantome nach Deutschland transportiert werden, wo in einem zweiten Schritt die passiven Sensoren ausgewertet werden.

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