Fahrzeuge und Panzer der Bundeswehr 21. Jul 2021 Von Peter Steinmüller

Büffel und Dachs stemmen sich gegen die Hochwasserkatastrophe

Auf den Fernsehbildern und Zeitungsfotos sind immer wieder braun-grüne Ungetüme der Bundeswehr zu sehen. Welche Panzer und andere Gerätschäften das sind und was sie im Katastrophengebiet leisten, zeigt unsere Bildergalerie.

Häufig gerade in der Zeitung zu sehen: Der Bergepanzer Büffel, der hier in Hagen einen Lkw aus dem Schlamm zieht. Rechts ein sogenanntes Feldumschlaggerät, ein militärischer Stapler.
Foto: Bundeswehr/Markus Urban

Hier holt der Bergepanzer Büffel einen Container aus der Volme. Den Büffel schaffte die Bundeswehr in den 1990er-Jahren an, um die mehr als 50 t wiegenden Kampfpanzer Leopard 2 bergen zu können. Der Büffel beruht auf dessen Fahrgestell. Nützlich im Katastropheneinsatz ist der Kranarm, der bis zu 30 t heben kann. Das Räumschild an der Vorderseite dagegen hat seine Einschränkungen: Es dient zum einen dazu, den Panzer bei Kranarbeiten abzustützen, zum anderen, um Stellungen für den Leopard 2 ausheben. Deshalb leitet es das Räumgut nicht zur Seite ab, sondern türmt es auf, um Deckung für die Kampfpanzer zu schaffen.
Foto: Bundeswehr/Christopher Preloznik

Der Pionierpanzer Dachs ist gewissermaßen der kleine Bruder des Büffel. Äußerlich sehr ähnlich, beruht der Dachs auf dem Fahrgestell des Kampfpanzers Leopard 1 und ist entsprechend kleiner. Dafür ist er als Pionierpanzer erheblich besser für Erdarbeiten vorbereitet als ein Bergepanzer. An seinem 9,20 m langen Teleskoparm können zwei verschieden große Tieflöffel für Baggerarbeiten angebracht werden. Der Dachs kann in bis zu 4 m Wassertiefe auf Dauer arbeiten, um etwa tief in einem Fluss stehend eine Uferböschung abzutragen und Rampe für eine Schwimmbrücke zu schaffen. Das Schild des Dachs ist besser für das Räumen geeignet als das des Büffel. Durch umklappbare Verbreiterungen kann die Breite von 3,25 m auf 3,75 m erweitert werden. Eine Abreißkante kann das Material vor dem Räumen auflockern.
Foto: Bundeswehr/Schneider

Ein Soldat beseitigt Schlamm mit dem Feldumschlaggerät FUG 2,5t in Hagen. Es dient den Logistikverbänden der Bundeswehr zum Umschlag von Versorgungsgütern, etwa im Depot oder im Materiallager. Allradantrieb und Möglichkeit zum Niveauausgleich geben dem FUG eine hervorragende Geländefähigkeit. Wichtig im Katastropheneinsatz: Die Gabelzinken können mit wenigen Handgriffen gegen ein Räumschild oder einen Kranausleger ausgetauscht werden.
Foto: Bundeswehr/Katharina Flor

Schweres Gerät ist nicht alles, was die Bundeswehr zu bieten hat. Manchmal sind einfach nur Muskelkraft und Schaufel gefragt. So wie hier von diesen Gebirgsjägern beim Beseitigen der Schlammmassen im Bereich Schönau am Königssee.
Foto: Bundeswehr/Tobias Jesse

Der in den 1980er-Jahren eingeführte Transportpanzer Fuchs (links und rechts im Bild) ist mit seinen großen sechs Rädern und Allradantrieb besonders geeignet, Menschen und Material über schwieriges Gelände zu bringen. Seine Nutzlast beträgt 3 t. Außer der Besatzung bietet er bis zu acht Soldaten Platz. Zwei Ruderpropeller ermöglichen das Fahren auf dem Wasser, allerdings setzen starke Strömungen der Wasserfahrt Grenzen. Intensiven Einsatz sah der Fuchs in Afghanistan. Auf dem Foto unterstützen Angehörige vom Technischen Hilfswerk (THW) und Soldaten die Aufräumarbeiten auf der B265 bei Erftstadt.
Foto: Bundeswehr/Johanna Hagn

Der Transporthubschrauber NH-90 hat eine ein Vierteljahrhundert dauernde Entwicklungsgeschichte von Pleiten, Pech und Pannen hinter sich. Die Mängelliste umfasst hitzebedingte Verformungen in den Triebwerken, Korrosionsbefall und Sitze, die keine voll ausgerüsteten Soldaten tragen konnten. Die NH-90 in der Marineversion waren zuletzt nur zu einem Fünftel einsatzbereit. Im aktuellen Katastropheneinsatz trug der Hubschrauber dringend benötigte Hilfsgüter wie Wasser in die betroffenen Gebiete, teilweise als Außenlast. Das Foto zeigt einen NH-90 bei einer Kälteerprobung in Schweden im Jahr 2020.
Foto: Bundeswehr/Marco Dorow

Den Unimog nutzt die Bundeswehr seit ihrer Gründung. Von der Version 2t gl Unimog hat die Bundeswehr seit 1978 etwa 18 000 Fahrzeuge angeschafft. Aufsehen in den sozialen Medien erregte ein Foto von zwei Sanitätsunimogs, die durch die Überflutung pflügen, während das Wasser fast bis zur Oberkante der Fahrerkabine reicht, also in rund 2,5 m Höhe. Dabei hat der Unimog offiziell nur eine maximale Wattiefe von 1,20 m. Um das zu erreichen, werden einige Aggregate wie die Achsen belüftet, um durch Überdruck das Eindringen von Wasser zu verhindern. Das Foto zeigt eine Kolonne belgischer Unimogs bei einer Nato-Übung im Jahr 2018.
Foto: Corporal-chef Sedeyn Ritchie, Belgian combat camera team/public domain

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