Mittelstand 05. Aug 2022 Von Claudia Burger

Kleinstbetriebe sind für Auszubildende weniger attraktiv

Auch im zweiten Jahr der Coronapandemie ist die Anzahl der Auszubildenden in der gewerblichen Wirtschaft und in den Freien Berufen weiter gesunken – von 1,54 Mio. (2020) auf 1,52 Mio. (2021). Dies zeigt eine Sonderauswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit für das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn (IfM).

Der Fachkräftemangel wird in allen Branchen beklagt. Die Anzahl der Auszubildenden ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. Der Trend zeigt zudem: Zunehmend entscheiden sich junge Menschen gegen den Einstieg bei einem Kleinstunternehmen.
Foto: panthermedia.net/ Phovoi R.

Die Anzahl der Auszubildenden liegt wieder auf dem Niveau von 2017. Das zeigt eine Sonderauswertung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit für das IfM Bonn. Auch im zweiten Jahr der Coronapandemie ist die Anzahl der Auszubildenden in der gewerblichen Wirtschaft und in den Freien Berufen weiter gesunken – von 1,54 Mio. (2020) auf 1,52 Mio. (2021). Der Rückgang trifft jedoch nicht alle Betriebsgrößenklassen gleichermaßen. Während sich Ende 2020 in Großbetrieben (500 und mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) sowie in kleinen Betrieben (zehn bis 49 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) kaum Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr zeigen, ist die Anzahl der Auszubildenden nun insbesondere in Kleinst- und mittleren Betrieben rückläufig. So waren zum 31. Dezember 2021 in Kleinstbetrieben (weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) rund 5900 (2,5 %) weniger Auszubildende beschäftigt als Ende 2020. In mittleren Betrieben mit 50 bis 249 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren es rund 10 300 Auszubildende (2,4 %) weniger.

Fachkräftemangel bremst die Energiewende

Verteilung der Auszubildenden auf die einzelnen Betriebsgrößenklassen

Damit waren in Kleinstbetrieben zum Jahreswechsel 2021/22 nur noch 15,2 % aller Auszubildenden zu finden, in Großbetrieben hingegen 29,7 %. Zum Vergleich: In 2008 waren noch 21,8 % der Auszubildenden in Kleinstbetrieben beschäftigt und in Großbetrieben 26,2 %. In den vergangenen 15 Jahren hat sich somit die Verteilung der Auszubildenden zunehmend von den Kleinst- hin zu den größeren Betrieben verlagert. Die Kleinstbetriebe scheinen im Wettbewerb um Auszubildende weiter ins Hintertreffen zu geraten. Insgesamt kommt jedoch weiterhin die deutliche Mehrheit der Auszubildenden in Betrieben mit weniger als 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter: 70,3 % aller Ausbildungsverhältnisse mit Ausbildungsvertrag waren im Jahr 2021 in Kleinst-, kleinen und mittleren Betrieben zu finden.

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