Wissenschaft 03. Mai 2023 Von Simone Fischer Lesezeit: ca. 3 Minuten

Weiterbildung – damit Fachkräfte für Wasserstoff Antworten auf den Klimawandel finden

Um der Wasserstofftechnologie zum Durchbruch zu verhelfen, fehlt eine hohe fünfstellige Zahl an Fachkräften. Das Erststudium wird den Bedarf nicht decken können, Weiterbildungen sollen es zusätzlich richten. Ein Beispiel aus Norddeutschland.

Einmal im Monat treffen sich freitags und samstags Teilnehmer des Zertifikatskurses „Wasserstoff für Fach- und Führungskräfte“, um gemeinsam zu lernen und sich branchenübergreifend auszutauschen.
Foto: Ruggero Capperuccci/ Universität Oldenburg

Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Klimaziele. Neben den klimapolitischen Aspekten geht es bei Wasserstofftechnologien auch um viele zukunftsfähige Arbeitsplätze, neue Wertschöpfungspotenziale und einen globalen Milliardenmarkt. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sind deutsche Unternehmen in diesem Bereich bereits sehr gut aufgestellt, etwa bei der Brennstoffzelle und der Elektrolyse für die grüne Wasserstofferzeugung.

Ziel der Nationalen Wasserstoffstrategie ist es, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien seine globale Vorreiterrolle behauptet. Doch dazu werden in der Wasserstoffwirtschaft viele qualifizierte Fach- und Führungskräfte benötigt. Nach Angaben der Fraunhofer Academy rechnet die Branche bis 2030 mit einem Bedarf von rund 70 000 zusätzlichen Fachleuten.

Wissenschaftspartner bieten akademische Weiterbildung „Wasserstoff für Fach- und Führungskräfte“ an

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Vor diesem Hintergrund hat sich das C3L – Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg gemeinsam mit der Universität Hannover und dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme Iwes als wissenschaftlicher Partner zusammengeschlossen. Sie bieten seit 2022 eine berufsbegleitende akademische Weiterbildung „Wasserstoff für Fach- und Führungskräfte“ an. „Denn wir brauchen bereits jetzt wirkmächtige Personen, die in der Lage sind, die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Ausrüstung bis zum effizienten Einsatz zu durchdenken und zu planen“, sagt Richard Hanke-Rauschenbach. Er ist Professor für Elektrische Energiespeichersysteme an der Universität Hannover und wissenschaftlicher Leiter der Weiterbildung.

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