Zahl der Ingenieurstudierenden auf konstant hohem Niveau
Der Trend voranschreitender Akademisierung kommt vorerst zum Stillstand. Soziale Ungleichheiten beim Übergang ins Studium bestehen weiterhin fort. Das sind nur zwei wesentliche Erkenntnisse des aktuellen Reports „Bildung in Deutschland“.

„Der Anteil weiblicher Studierender in den Ingenieurwissenschaften wächst sehr langsam und zögerlich“, heißt es im aktuellen Report „Bildung in Deutschland“. In den Geisteswissenschaften und dem Sozialwesen seien Frauen dagegen stark überrepräsentiert.
Foto: Rainer Weisflog
Der Ruf nach mehr Studierenden ist seit einigen Jahren vernehmbar. Entsprechend groß ist der Akademisierungsschub. Für einige kritische Stimmen ist das des Guten zu viel. Von einer strukturellen Überakademisierung am deutschen Arbeitsmarkt könne aber nicht die Rede sein, heißt es jetzt im aktuellen Bericht „Bildung in Deutschland“, der von verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen verantwortet und von Kultusministerkonferenz sowie Bundesbildungsministerium gefördert wird. Den meisten Hochschulabsolventinnen und -absolventen gelingt demnach eine berufliche Platzierung, die ihrem akademischen Ausbildungsniveau entspricht. Das gilt auch für die Bachelorgruppe.
Jedoch scheint nach Jahren des Wachstums der Trend zur stetig wachsenden Akademisierung vorerst zum Stillstand gekommen zu sein. „Wir haben offenbar ein Sättigungsniveau erreicht“, sagt Mitautorin Sandra Buchholz vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).
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