Studienförderung 30. Apr 2024 Sebastian Wolking Lesezeit: ca. 8 Minuten

10 Top-Stipendien für Ingenieure

Das Deutschlandstipendium ist vielen Ingenieuren mittlerweile ein Begriff. Es sorgt für den finanziellen Rückhalt während des Studiums. Doch ist das Staatsprogramm nur eine Fördermöglichkeit von vielen. Es gibt spezielle Förderprogramme für Migrantenkinder, Alleinerziehende, Hochbegabte, Waisen, angehende Priester – für Ingenieure.


Foto: panthermedia.net/zimmytws
  1. Deutschlandstipendium: Ingenieure sind Nutznießer

Die Bundesregierung hatte das Deutschlandstipendium 2011 ins Leben gerufen. Pro Monat erhält ein Deutschlandstipendiat 300 € für mindestens zwei Semester. Die Hälfte des Geldes kommt vom Bund, die andere von einem Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Ingenieurinnen und Ingenieure sind Nutznießer des Systems. Sie haben deutlich höhere Chancen auf Förderung als Studierende aus sogenannten unternehmensfernen Fächern, Kunsthistoriker oder Philosophen etwa, aber auch als Juristen, Mediziner, Wirtschafts- und Naturwissenschaftler. Insgesamt kamen im Jahr 2022 knapp 30 500 Studierende in den Genuss eines Deutschlandstipendiums. 35 % von ihnen studieren Ingenieurwissenschaften, dabei stellen Ingenieure nur 26 % der Studierendenschaft. Das ist das mit Abstand günstigste Verhältnis aller Fächergruppen. Ein Spaziergang ist der Weg an die Fördertöpfe nicht. Studierende bewerben sich zunächst bei ihrer Hochschule, die ihrerseits Fördermittel bei Unternehmen in der Region einwerben muss. Dies gelingt nicht allerorten. Während Hochschulen in wirtschaftsstarken Regionen wie München zu den Lokomotiven zählen, machen Hochschulen in strukturschwachen Gegenden mitunter weniger Dampf, weil ihnen die Anknüpfungspunkte fehlen. Am Deutschlandstipendium beteiligen sich keineswegs alle, sondern „nur“ 297 der insgesamt 423 Hochschulen in Deutschland.

  1. B-Mint-Stipendium der Claussen-Simon-Stiftung: Für Hamburgerinnen

Georg Wilhelm Claussen war ein echter Hamburger Jung und mehr als 20 Jahre lang Herr über die Nivea-Cremedose. Von 1957 bis 1979 saß Claussen dem Vorstand der Beiersdorf AG vor, die Claussen-Stiftung nahm 1982 ihre Arbeit auf. Das B-Mint-Stipendium dagegen ist jung, es wurde im Oktober 2017 erstmals von der Claussen-Simon-Stiftung (der Namenswechsel ging auf eine Zustiftung der Beiersdorf-Erbin Ebba Simon 1999 zurück) vergeben. Seitdem sind 77 junge Frauen gefördert worden, die sich „für Zahlen, Formeln, Logik und naturwissenschaftliche Phänomene begeistern und ihr Bachelorstudium in einem Mint-Fach gerade aufgenommen haben“. Aktuell befinden sich nach Angaben der Stiftung 21 Bachelorstudentinnen in der B-Mint-Förderung, ab April werden es 32 Bachelorstudentinnen sein.

Die Claussen-Simon-Stiftung fördert ausschließlich Studierende an Hamburger Hochschulen. Foto: Wolfgang Heumer

Der Kandidatenkreis ist überschaubar: Bewerben können sich nur Vollzeitstudentinnen, die an einer staatlichen Hamburger Hochschule – also der Universität Hamburg, der Technischen Universität Hamburg oder der HAW Hamburg – in einem Mint-Fach eingeschrieben, höchstens im zweiten Semester und nicht älter als 25 Jahre sind. Pro Monat fließen dann 300 € aufs Konto, höchstens sechs Semester lang. In Ausnahmefällen sind auch Vollstipendien in Höhe von bis zu 934 € monatlich möglich. Ein Budget von 400 € jährlich für Konferenzteilnahmen gibt es als Bonbon dazu. Die Stiftung erwartet von Bewerberinnen zudem „sehr gute Abiturleistungen im Mint-Bereich“ und „Engagement im sozialen, gesellschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Bereich“, zum Beispiel in einem Sportverein oder in der Kinder- und Jugendarbeit. Vertreten waren bislang Ingenieurwissenschaftlerinnen aus den Fächern Maschinenbau, Schiffbau, Allgemeine Ingenieurwissenschaften, Bau- und Umweltingenieurwesen, Chemie- und Bioingenieurwesen, Informatik-Ingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik und Medizintechnik.

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  1. Erich-Müller-Stiftung: Für angehende Master an der Universität

1964 wurde die Erich-Müller-Stiftung als erste Treuhandstiftung unter dem Dach des Stifterverbandes gegründet. Stiftervater Erich Müller war ein hochbegabter Ingenieur, der sich nach seiner Promotion in den frühen 1930ern in den Dienst der Essener Rüstungsschmiede Krupp stellte. Dort trieb Müller die Entwicklung zahlreicher Artilleriegeschütze der Wehrmacht voran. Heute hat sich die Erich-Müller-Stiftung Internationalität verordnet. Vor allem vergibt sie Stipendien an Studierende, die ihre Masterarbeit im Ausland schreiben. Dafür gibt es monatlich 600 € über sechs Monate. Seit 2001 wurden insgesamt 300 Stipendiaten mit einem Gesamtvolumen von 770 000 € gefördert. Sie alle haben die strengen Voraussetzungen erfüllt und einen Bachelorabschluss mit einer Abschlussnote von mindestens 2,5 an einer (vorzugsweise Technischen) Universität hingelegt (Fachhochschüler sind außen vor). In der Realität steht bei den meisten eine Eins vor dem Komma. Bewerben können sich Studierende aus den Ingenieurwissenschaften, insbesondere aus Elektrotechnik und Maschinenbau. Die meisten Stipendien gingen bislang an Ingenieurtalente der TU München, TU Stuttgart, RWTH Aachen, TU Darmstadt, KIT Karlsruhe und der FAU Erlangen.

  1. Thomas-Gessmann-Stiftung: Für Baden-Württemberger

Kein Geld haben, aber viel Einsatz zeigen, darauf kommt es beim Stipendium der Thomas-Gessmann-Stiftung an. Gefördert werden begabte Studierende, denen die finanziellen Mittel fehlen, um ihr Studium innerhalb der Regelstudienzeit zu Ende zu führen. Voraussetzung ist, dass die Kandidaten schon zwei Studiensemester auf dem Buckel haben. Außerdem müssen sie von den Fachbereichen ihrer Hochschule vorgeschlagen werden, selbst bewerben können sich Studierende nicht. Im Erfolgsfall fließen ein Jahr lang 500 € pro Monat aufs Konto. Eine einmalige Verlängerung ist möglich. Pro Jahr vergibt die Stiftung rund 30 Stipendien, allerdings nur an Akademiker aus dem nördlichen Baden-Württemberg. Die besten Aussichten hat, wer an den Hochschulen in Aalen, Offenburg oder Heilbronn studiert. Angesprochen sind Studierende aus den Fachbereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik, Informationstechnik und Technische Informatik, Oberflächentechnik und Werkstoffkunde, Physik und Physikalische Technik. Der Stiftungsvorstand entscheidet immer Anfang des Jahres sowie im Juli über die Förderanträge. Diese sollten jeweils bis zum 15. Mai oder 15. November vorliegen. Prinzipiell stehen die Chancen nicht schlecht. Auf rund 30 Stipendien pro Jahr kommen im Schnitt rund 70 Bewerbungen.

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  1. Studienstiftung des deutschen Volkes: Für Begabte

Beschwerlich ist der Weg in Deutschlands großes Begabtenförderungswerk. Studierende müssen einen Auswahltest bestehen und die Kommissionsmitglieder überzeugen. Gelingt es ihnen, winken monatlich 300 € für maximal vier Jahre. In Ausnahmefällen ist sogar ein „Lebenshaltungsstipendium“ von bis zu 812 € pro Monat drin. Insgesamt 15 261 Studierende und Promovierende wurden 2022 von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert, rund 400 weniger als im Jahr zuvor. Die Erfolgsaussichten sind hoch für diejenigen, die von ihrer Schule oder Hochschule für ein Stipendium vorgeschlagen werden. Am besten sind sie für Universitätsstudierende, denen ein Dozent eine Empfehlung ausspricht. Rund 44 % von ihnen erhalten am Ende auch die begehrte Förderung. Mehr als 50 % der Stipendiaten sind Frauen, 30 % kommen aus einem nicht akademischen Elternhaus, über 20 % haben einen Migrationshintergrund. Alters- oder Fächergrenzen gibt es nicht. Ungefähr jeder achte Stipendiat studiert Ingenieurwissenschaften. Bessere Chancen haben Juristen und BWLer, Naturwissenschaftler und Mediziner. Die meisten Stipendiatinnen und Stipendiaten stellte 2022 die Universität Heidelberg mit 695. Das entspricht fast 2,5 % aller Studierenden der altehrwürdigen Ruprecht-Karls-Universität. Bemerkenswert hoch sind die Quoten auch für die Medizinische Hochschule Hannover, die Charité Berlin und die Universität Freiburg.

  1. Thomas-Weiland-Stipendium: Für Südhessen

In den 70ern studierte Thomas Weiland Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt, seit 1989 wirkt er hier als Professor, ist Spezialist für die Theorie elektromagnetischer Felder. Lockrufe anderer Unis aus Karlsruhe und Hamburg etwa lehnte er ab. Seine Verbundenheit zur TU Darmstadt kommt seit 2014 auch durch die Thomas-Weiland-Stiftung zum Ausdruck.

Thomas Weiland war Elektrotechniker an der Technischen Hochschule Darmstadt. Die nach ihm benannte Stiftung fördert nur Studierende dieser Hochschule. Foto: panthermedia.net/Tobias Weiler

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Mint-Fächern hat sich die gemeinnützige Stiftung auf die Fahnen geschrieben. Speziell an Absolventinnen und Absolventen, die ihren Bachelor bereits in der Tasche haben und nun ein Masterstudium anstreben, richtet sich das Thomas-Weiland-Stipendium. 25 Stipendien hat die Stiftung 2023 neu vergeben, wählte dazu aus 118 Bewerbungen aus. Insgesamt fördert sie aktuell 53 Stipendiatinnen und Stipendiaten. 2024 sollen 16 Stipendien neu verteilt werden. Mittlerweile gibt es nur noch eine Bewerbungsrunde pro Jahr. Nächste Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2024. Die angehenden Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure dürfen sich vier Semester lang über 500 € monatlich freuen. Förderfähig sind nur Studierende der TU Darmstadt. Aber sie können ihren Bachelor auch woanders erworben haben und erst danach für den Master nach Darmstadt umsiedeln. Hauptsache, sie sind während der Zeit der Förderung an der TU Darmstadt eingeschrieben. Eine Topnote sollte im Bachelorzeugnis stehen, dies geht aus den Förderrichtlinien hervor. Eine Abschlussarbeit mit interdisziplinärer Ausrichtung gibt weitere Punkte genauso wie gesellschaftliches Engagement.

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  1. Studienförderwerk Klaus Murmann: Ingenieurwissenschaftler unterrepräsentiert

Klaus Murmann war zehn Jahre lang von 1986 bis 1996 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). 2014 starb der Unternehmer im Alter von 82 Jahren. Unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung fördern – unter diesem Leitmotiv steht die Stiftung Studienförderwerk Klaus Murmann. 2003 war sie unter dem Dach der Stiftung der Deutschen Wirtschaft eingerichtet worden. Heute fördert das Studienförderwerk Klaus Murmann 1780 Studierende. Hinzu kommen 253 Promovierende. Das Studienfach ist kein Auswahlkriterium, bewerben können sich Studierende aller Fachrichtungen. Ingenieurwissenschaftler indes sind unterrepräsentiert. 13,5 % der Murmann-Stipendien für Studierende gehen an Ingenieurwissenschaftlerinnen und Ingenieurwissenschaftler. Insgesamt sind aber rund 26 % aller Hochschulstudenten in Deutschland in einem Ingenieurfach eingeschrieben. Unter den Promovierenden mit Stipendium beträgt der Ingenieuranteil sogar nur 6,7 %, was damit zusammenhängen dürfte, dass ein Doktortitel in anderen Fachbereichen üblicher, in den Ingenieurwissenschaften aber eine Ausnahme ist. Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten bis zum Ende ihrer Regelstudienzeit mindestens 300 € im Monat und maximal 812 € im Monat. Zurückzahlen müssen sie das Geld nicht. Zuschüsse zur Krankenversicherung oder für Kinderbetreuung sind möglich.

  1. Max-Weber-Programm: Für Studierende in Bayern

Auf Bayerns Beste ist das Max-Weber-Programm zugeschnitten. Der Freistaat hat es 2005 sogar in das Bayerische Eliteförderungsgesetz aufgenommen, die Durchführung der Studienstiftung des deutschen Volkes übertragen. Vor den Kandidatinnen und Kandidaten liegt ein langer, steiniger Weg. Zunächst wird von ihnen erwartet, dass sie sich „neben fachlicher Exzellenz durch vielseitiges Engagement, kreative Intelligenz, kommunikative und soziale Kompetenz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, auszeichnen“. Ein Uni-Dozent muss diese Einschätzung teilen. Denn Studierende müssen von einem Hochschullehrer für das Max-Weber-Programm vorgeschlagen werden, erst ab dem dritten Semester können sie sich auch selbst bewerben. Danach folgen zwei Einzelgespräche und mehrere Gruppenrunden.

München ist eine tolle Stadt zum Studieren, doch sehr teuer. Ein Stipendium der Max-Weber-Stiftung kann die Probleme lindern. Foto: panthermedia.net/Andreas Zeilinger

Wer alle Klippen erfolgreich umschifft hat, darf sich über eine sogenannte Bildungspauschale in Höhe von 1290 € pro Semester freuen. Der Betrag wird jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober ausbezahlt, unabhängig vom eigenen Einkommen oder dem der Eltern. Auch Auslandsaufenthalte werden bezuschusst. Insgesamt umfasst das Max-Weber-Programm ungefähr 1750 Stipendiatinnen und Stipendiaten, die an einer Hochschule im Freistaat Bayern studieren. 362 von ihnen studieren Ingenieurwissenschaften, der Ingenieuranteil liegt damit bei etwa 20 %. Exklusiv für Bayern ist das Max-Weber-Programm übrigens nicht. Entscheidend ist, dass der Stipendiat oder die Stipendiatin spätestens zum Zeitpunkt der Aufnahme am 1. April an einer bayerischen Hochschule eingeschrieben ist. Das Abitur kann er oder sie vorher auch in einem anderen Bundesland abgelegt haben.

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  1. Prof. Dr. Dieter Bopp-Stiftung: Für Wirtschaftsingenieure in Gießen und Aachen

Die Prof. Dr. Bopp-Stiftung ist die Kleinwüchsige unter den Stiftungen. Ihr Stiftungsvermögen liegt offiziell bei 350 000 €, das Fördervolumen bei 5000 € im Jahr. Ein großes Füllhorn sieht anders aus. Doch ihr Zwergenstatus hat auch Vorteile. Sonderlich viele Bewerbungen gehen nicht ein; die Stiftung kann sie bisweilen an einer Hand abzählen. Weil nur Wirtschaftsingenieure und Produktionstechniker der Technischen Hochschule Mittelhessen und der RWTH Aachen infrage kommen, ist die Konkurrenz klein, die Erfolgsaussicht für jeden einzelnen Bewerber relativ hoch. Im Jahr 2023 vergab die Bopp-Stiftung nach eigenen Angaben an acht Studierende einmalige Zuschüsse zwischen 250 € und 1800 €. Für das Jahr 2024 rechnet sie mit acht bis zehn Förderungen. Ihre Anträge können Kandidaten jeweils bis zum 31. März oder zum 31. Oktober einreichen. Namenspatron Dieter Bopp war von 1972 bis 1991 Professor für Betriebstechnik und Arbeitswissenschaft an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, die 2010 in Technische Hochschule Mittelhessen umgetauft wurde. Sein Erspartes erschien ihm in einer Stiftung am besten aufgehoben. 2001 wurde die Bopp-Stiftung durch seine Frau errichtet.

  1. Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung: Für Studierende in Hannover und Osnabrück

Ein Auslandsstudium ermöglicht die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung Ingenieurstudierenden der Universität Hannover und der Hochschule Osnabrück. Die Hannoveraner bewerben sich entweder bis zum 31. Januar oder bis zum 30. Juni. Zweimal jährlich werden jeweils zehn bis 15 Auslandsstipendien an Studierende der Fakultät für Maschinenbau vergeben. Die Höhe des Stipendiums richtet sich nach dem Bedarf, daher legen Bewerberinnen und Bewerber ihrem Antrag eine detaillierte Kostenaufstellung bei, außerdem ein Motivationsschreiben, den aktuellen Notenspiegel sowie ein Referenzschreiben eines Professors. 2023 wurden zehn Stipendien in Form von Zuschüssen gewährt, der durchschnittliche Förderbetrag lag bei 2250 €. In der ersten Bewerbungsrunde 2024 gab es elf Förderzusagen in Höhe von durchschnittlich 1650 €, für die zweite Bewerbungsrunde Ende des Jahres stehen weitere 20 000 € zur Verfügung.

An der Hochschule Osnabrück gehen zweimal jährlich Auslandsstipendien an Studierende der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik, die mindestens drei Semester an der HS absolviert und dabei überdurchschnittliche Leistungen erbracht haben und die am besten auch über Kenntnisse der Landessprache verfügen, die sie während ihres Auslandsstudiums sprechen werden. Die Zielländer verteilen sich über die ganze Welt, von Australien über Brasilien bis nach Vietnam. Für Einzelstipendien wurden zuletzt 936 € im Schnitt ausgeschüttet. Bewerbungsfristen sind der 1. Dezember und der 15. Mai. Jürgen Ulderup war der Gründer der Lemförder Metallwaren AG im Landkreis Diepholz in Niedersachsen. 1984 übernahm Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen die Mehrheit der Anteile. Ein Jahr zuvor hatte der gebürtige Cuxhavener gemeinsam mit seiner Frau Irmgard die Ulderup-Stiftung gegründet. 1991 verstarb Ulderup, seine Frau starb 2011.

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