Deloitte-Studie 14. Jan 2021 Von Wolfgang Schmitz

Corona (ver)wandelt die Arbeitswelt

Die Mehrheit der Top-Manager in Unternehmen will Tätigkeiten und Aufgaben völlig neu planen. Das fordert insbesondere das Personalmanagement heraus.


Foto: panthermedia.net/velkol

Die Unternehmen in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern der Welt reagieren auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie mit weitreichenden Restrukturierungen und einem grundsätzlich neu ausgerichteten Personalmanagement. Das ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte.

Nachdem sich viele Firmen im Frühjahr und Sommer vor allem darauf konzentriert haben, die aktuelle Situation durchzustehen, nutzen sie die Herausforderung laut Studie jetzt als Chance, um mit strukturellen Neuausrichtungen gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Die Umfrageergebnisse weisen darauf hin, dass viele Unternehmen diese kontinuierlichen Disruptionen als neuen Normalzustand definieren.

Forderung nach neuer Firmenkultur

Mehr als 60 % der Befragten gaben an, dass sie die Aufgaben und Tätigkeiten in ihrem Unternehmen völlig neu denken wollen. Vor der Pandemie hatten dies lediglich 29 % der Befragten geplant. Für eine große Mehrheit der Befragten (45 %) ist der wichtigste Schritt die Einführung einer Unternehmenskultur, die Wachstum, Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit in besonderem Maß fördert. Die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter (41 %) und die Nutzung neuer Technologien (35 %) stehen für viele Entscheider ebenfalls an vorderster Stelle.

„Hier zahlt sich der flexible Einsatz von Mitarbeiterteams in der Hochphase der Pandemie aus“, sagt Maren Hauptmann, Partnerin und Leiterin Human Capital bei Deloitte. „Unternehmen können von dieser Erfahrung profitieren, wenn sie ihre Teams durch den gezielten Einsatz smarter Technologien langfristig stärken und diese dabei als Teil des Teams begreifen.“

Für die Studie befragte Deloitte Ende vergangenen Jahres 6000 Führungskräfte und Manager in 99 Ländern, von denen rund 1200 der Geschäftsführung oder dem Vorstand angehören. In Deutschland wurden rund 360 Unternehmensvertreter befragt.

Mehr Raum für smarte Technologien

Der Report stellt fünf entscheidende Entwicklungen fest:

– Unternehmen lösen sich vom eng definierten Prinzip der Work-Life-Balance, bei dem Erholung als Ausgleich nach Ende des Arbeitstages verstanden wurde. Stattdessen arbeiten Unternehmen daran, Arbeit und Arbeitsort so zu gestalten, dass größtmögliches Wohlbefinden möglich ist.

– Weiterbildung wird zunehmend seltener zentral gesteuert. Stattdessen werden Belegschaften ermächtigt, abhängig von ihren Aufgaben eigenen Lernpfaden zu folgen, um damit der dynamischen Veränderung der Tätigkeiten gerecht zu werden.

– Smarte Technologien werden erfolgreich genutzt, indem sie so in Teams eingebunden werden, dass Menschen und KI komplementär zusammenarbeiten können. Das verlangt insbesondere eine neue Führung dieser Mensch-Maschine-Teams.

– Organisationen werden zunehmend in Echtzeit vorliegende Indikatoren nutzen, um Fokus und Fähigkeiten ihrer Belegschaft vorausschauend zu steuern.

– Infolge dieser Entwicklungen sowie angesichts des herausfordernden und vielfach erfolgreichen Umgangs mit Covid-19 verändern sich die Kompetenzen und die Verantwortung der HR-Abteilungen grundlegend. Ihnen bietet sich nun die Möglichkeit, Arbeit so zu reformieren, dass die menschlichen Stärken aller Mitarbeiter optimal genutzt werden können.

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