Studie zur Arbeitszufriedenheit 07. Apr 2022 Von Wolfgang Schmitz/idw

Attraktives Arbeitsumfeld ist wesentlicher Erfolgsfaktor

Atmosphäre und Gestaltung des Arbeitsplatzes spielen eine wichtige Rolle, wenn Beschäftigte ihren Arbeitgeber bewerten. Das zeigen die Forschungsergebnisse von zwei Paderborner Wirtschaftswissenschaftlerinnen.

Wozu ist der Computer da? Auch in Coronazeiten gilt es, Mitarbeitenden Wertschätzung zu vermitteln. Das zahlt sich für beide Seiten aus.
Foto: panthermedia.net/Viktor Cap

Ziel der Studie war es, die Empfehlungsbereitschaft von Beschäftigten zu analysieren. Grundlage ist der „Best Workplace Award 2019“, der vom Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) und der Onlinebewertungsplattform „Kununu“ vergeben worden ist.

Hilfreich waren vor allem die zahlreichen Tipps und Kommentare, die Bewertende auf Plattformen wie „Kununu“ veröffentlichen. „Die Arbeitsatmosphäre beeinflusst die Weiterempfehlungsbereitschaft am stärksten“, fasst die Ökonomin Katharina Radermacher die Forschungsergebnisse zusammen. „Ein attraktives Arbeitsumfeld, auch im physischen Sinne, ist für Unternehmen ebenfalls ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um Beschäftigte halten beziehungsweise gewinnen zu können.“

„Weiche“ Faktoren sind wichtig bei Arbeitsplatzbewertung

Die Studie zeigt, dass die Weiterempfehlungsbereitschaft insbesondere durch sogenannte „weiche“ Faktoren wie Arbeitsatmosphäre, das Verhalten von Vorgesetzten und die Kommunikation beeinflusst wird. Um die Atmosphäre am Arbeitsplatz zu optimieren, sollten Unternehmen den Forschungsergebnissen zufolge Aspekte wie Hilfsbereitschaft, Teamwork, Freundlichkeit und Offenheit untereinander fördern, was den Zusammenhalt im Kollegium stärke. Konkurrenzdenken, Mobbing sowie mangelnde Wertschätzung durch Führungskräfte führten hingegen ebenso zu einer negativen Wahrnehmung der Arbeitsatmosphäre wie physische und emotionale Belastungen durch Überlastung, Druck und Unsicherheit.

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Arbeitsplatzmerkmale wie flexible Arbeitszeiten und -orte sowie die räumliche Gestaltung spielen für Beschäftigte laut der Studie sogar eine wichtigere Rolle für Weiterempfehlungen als das Gehalt. Die flexible Nutzung von Arbeitsbereichen wirkt sich wiederum maßgeblich auf die Kommunikation aus. Wirtschaftswissenschaftlerin Enja Marie Herdejürgen: „Arbeitsplatzmerkmale weisen ein deutliches und bisher wenig berücksichtigtes Potenzial für die Weiterempfehlung auf. Unternehmen sollten diese unbedingt für ihre Employer Branding Strategie berücksichtigen.“

Arbeitgeber sollten in die Offensive gehen

Die Gestaltung der Arbeitsplätze sollte nach Meinung der Paderborner Wissenschaftlerinnen somit auch für potenzielle Bewerber sichtbar gemacht werden. So könnten beispielsweise Fotos oder 360-Grad-Rundgänge der Büros auf Karrierewebsites oder Bewerbungsportalen veröffentlicht werden.

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Die Expertinnen Radermacher und Herdejürgen empfehlen: „Arbeitgeber sollten sich die öffentlich verfügbaren Informationen von Bewertungsplattformen in jedem Fall zunutze machen. Welche spezifischen Maßnahmen in einem jeweiligen Unternehmen konkret umgesetzt werden sollten, lässt sich durch eine unternehmensbezogene Auswertung der Weiterempfehlungsbereitschaft und Kommentare auf den Bewertungsplattformen ermitteln.“ Diese könnten auf konkrete Problemstellen, Missstände und auf Verbesserungspotenziale in einem Unternehmen hinweisen. Dann gelte es, auf die Bedürfnisse der Beschäftigten zugeschnittene Maßnahmen einzuleiten, um sich als faires und für die Mitarbeiter engagiertes Unternehmen präsentieren zu können.

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