Elektronik 12. Jan 2023 Von Elke von Rekowski

Smarte Sensorik und große Displays

Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas läutet in jedem Jahr die nächste Generation von nützlichen oder zumindest interessanten, skurrilen Produkten und Lösungen ein. Wir stellen Ihnen einige der Neuheiten vor.

Backen wie Oma dank KI


Foto: Samsung

Backen setzt Fingerspitzengefühl voraus, denn Temperaturen und Garzeit variieren bei Kuchen, Plätzchen, Braten und Ofenkartoffeln stark. Ohne regelmäßige Kontrolle landet der Sonntagsbraten entweder halbroh oder leicht verkohlt auf dem Tisch. Der „Bespoke AI Oven“ von Samsung soll sich darum kümmern. Er überwacht den Garraum mit Sensoren und erkennt, was im Ofen gart. Dann optimiert er in Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) die Temperatur im Zeitverlauf und verteilt Ober- und Unterhitze. Selbstverständlich wird der aktuelle Bratenzustand auch zur passenden App geschickt. Ende 2023 soll der intelligente Backofen verfügbar sein.

Head-up-Frontscheibe


Foto: BMW

Mit der Konzeptstudie „i Vision Dee“ zeigt BMW ein Elektrofahrzeug mit digitalen Assistenzsystemen. Auf den ersten Blick fehlen alle Bildschirme im Cockpit. Auf den zweiten Blick offenbart sich die gesamte Windschutzscheibe als vollflächiges Display. Dabei handelt es sich im Prinzip um ein riesiges Head-up-Display, das nicht nur Geschwindigkeit, Klimainformationen oder Multimedia zeigt, sondern – dank erweiterter Realität (AR) – die Navigationshinweise direkt in die Realität einblenden soll. Die Informationen werden über ein Mikro-LED-Panel im Armaturenbrett direkt auf die Scheibeninnenseite projiziert. Ab 2025 sollen Bereiche dieser Technologie in die ersten Serienwagen einfließen.

Arbeitsgerät als Accessoire


Foto: LG

LGs Notebook Gram Style kommt dieses Jahr im edlen weißen Gehäuse im Glasdesign, das entweder mit einem 14-Zoll- oder 16-Zoll-Display ausgestattet ist. Das Touchpad ist fast unsichtbar, bis eine Berührung eine dezente LED-Hinterleuchtung des Pads aktiviert. Im Inneren der Geräte kommen Intels neueste Core-Prozessoren der 13. Generation zum Einsatz. Das Oled-Display ist spiegelnd und liefert so kräftige Farben. Die Verfügbarkeit und Preise stehen bisher jedoch noch nicht fest.

5 m² direkte Farb-LEDs


Foto: Samsung

LED-TV-Geräte legen an Größe zu und treffen so auf eine Technik, die bisher großen Anzeigetafeln vorbehalten war: Samsungs MicroLED-Display-Reihe nutzt direkt das Licht farbiger LEDs, statt wie bisher weißes LED-Hintergrundlicht farblich durch eine Flüssigkristallschicht (LCD) zu filtern. Die LEDs laufen im Schnitt mit weniger Leistung, und damit mit höherer Effizienz. Das größte MicroLED-TV-Gerät dieser Reihe hat 140 Zoll (3,55 m) Bildschirmdiagonale und ist wie alle Bildschirme dieses Typs randlos ausgeführt. Laut Samsung verschmelzen die Geräte so mit ihrer Umgebung. Die Displays sollen im Laufe von 2023 verfügbar sein. Preise wurden noch nicht genannt, letztjährige Modelle kosteten teils sechsstellig.

Uber-Wachung


Foto: Bosch

Mehr Sicherheit für Fahrerinnen und Fahrer privater Fahrdienste wie Uber & Co. soll die kombinierte Hard-/Softwarelösung RideCare Companion von Bosch bieten. Die Lösung besteht aus einer vernetzten Kamera sowie einem SOS-Button. Das Modul überwacht auf Wunsch während der Fahrt den Innenraum und dokumentiert das Geschehen in einer eigenen Cloud-Lösung. Eine Kamera innen und eine außen dokumentieren das Geschehen. Im Notfall kann über den SOS-Button direkt Alarm an eine Leitstelle gegeben werden. Zudem erkennt eine KI bestimmte Gefahrensituationen, z. B. wenn eine Kamera blockiert wird, und setzt dann eine Notfallmeldung ab. Das System wird 2023 zunächst in den USA verfügbar sein.

Analyse bei Toilettengang


Foto: Withings

Mit dem U-Scan stellt der Anbieter für elektronische Gesundheits- und Fitnessprodukte Withings auf der CES einen Sensor für die Toilette vor. Der rund 9 cm große Urintester misst verschiedene Biomarker während des Toilettenbesuchs. Austauschbare Analysekartuschen enthalten Testkapseln für verschieden Biomarker. Für unterschiedliche Anwendungsfälle, wie Zyklusbestimmung oder die Nährwertüberwachung (Nutri-Balance), stehen derzeit zwei verschiedene Kartuschen zur Verfügung. Diese müssen nach rund dreimonatiger Nutzung ausgetauscht werden. Erfasste Messwerte werden direkt in die entsprechende App auf das Smartphone übertragen. Das Gerät soll für 499 € im Frühjahr verfügbar sein.

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