Elektrolyse zur Wasserstoffproduktion 15. Aug. 2022 Von Iestyn Hartbrich Lesezeit: ca. 1 Minute

Studie: In Deutschland entstehen bis 2030 zu wenig Elektrolyseure für grünen Wasserstoff

Laut Acatech und Dechema hinken die im Bau befindlichen Elektrolysekapazitäten den Plänen der Bundesregierung deutlich hinterher.

Laut Acatech und Dechema zeichnen sich bei den Elektrolysekapazitäten in Deutschland Engpässe ab. Das Bild zeigt einen Alkali-Elektrolyseur.
Foto: MPREIS

In Deutschland entstehen bis 2030 zu wenig Elektrolyseure. Zu diesem Ergebnis kommen die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech) und die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (Dechema) in einer gemeinsamen Untersuchung.

Marke aus dem Koalitionsvertrag weit verfehlt

Demnach befanden sich im Juni 2022 nicht einmal halb so viele Projekte mit einem Installationstermin vor 2030 in der Projektdatenbank wie politisch angekündigt. In der Datenbank seien Projekte mit einer kumulierten Elektrolyseleistung von 4,3 GW verzeichnet. Im Koalitionsvertrag ist von 10 GW im Jahr 2030 die Rede.

Lesetipp: Erklärstück zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion

Selbst für den Fall, dass die Marke aus dem Koalitionsvertrag doch noch erreicht würde: Ohne substanzielle Importe wird Deutschland nicht auskommen. Als minimal benötigte Elektrolyseleistung für grünen Wasserstoff im Jahr 2030 gelten 18 GW, was einem Stromverbrauch von 50 TWh entspricht. Das maximale Szenario veranschlagt sogar 90 GW (250 TWh).

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