Unabhängig vom Erdgas – Strom und Wärme aus Gülle
Dänemark will sich mit Biomethan unabhängig von Erdgas machen. Das interessiert auch Biogasbauern in Deutschland, deren Förderung bald ausläuft.

Dänemark macht Dampf: Mist ist neben Gülle einer der Rohstoffe für die Biogasanlagen.
Foto: Oliver Ristau
Die Grenze nach Dänemark ist kaum passiert, da kommen die ersten Biogasanlagen in den Blick. Leicht zu erkennen an den hohen Türmen der Fermenter, in denen Bakterien das Biogas erzeugen. Und auch der Geruchssinn ortet sie schnell.
Dass es bisweilen streng oder – frei nach Shakespeare – faul im Staate Dänemark duftet, ist so gewollt. Die Regierung in Kopenhagen setzt auf einen konsequenten Biogasausbau, um die Abhängigkeit von fossilem Erdgas zu beenden.
Zum Beispiel in Trige, 250 km nördlich von Flensburg, bei Dänemarks zweitgrößter Stadt Aarhus. Dort produzieren Mikroben in mehreren der Fermenterreaktoren mit ihren typischen gewölbten Dächern rund um die Uhr das energetische Gas. Vor allem aus Gülle, Dung und Mist, wie Mette Hansen vom privaten dänischen Betreiber Nature Energy berichtet – geliefert von Landwirten aus einem Umkreis von rund 30 km.
Wie sich mit Biomethan und Wasserstoff die Energieversorgung dezentralisieren lässt
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