Erneuerbare Energien 22. März 2022 Von Christian Dany Lesezeit: ca. 5 Minuten

Wie sich Holzhackschnitzel sicher lagern lassen

Holz ist ein lebendes Produkt. Das wissen auch die, die zum Beispiel Holzhackschnitzel lagern wollen. VDI-Experten arbeiten an einer technischen Richtlinie zur Hackschnitzellagerung, um mikrobielle Abbauprozesse zu verhindern und die natürliche Trocknung zu fördern.

Praxisversuche des Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF Bayern) zur Lagerung von Hackschnitzeln unter einer Vliesabdeckung und zur Lagerung von Hackholzpoltern, die mit einer Folie auf Papierbasis abgedeckt wurden. Wichtig ist die Beschwerung und Verspannung der Folien zum Schutz vor Windangriffen.
Foto: TFZ Bayern

Um Gefährdungen für Mensch, Material und Umwelt zu minimieren, entsteht zurzeit eine VDI-Richtlinie für die fachgerechte Lagerung von Holzhackschnitzeln zur Wärmeerzeugung – also die energetische Verwertung, nicht für die stoffliche, zum Beispiel zur Herstellung von Holzwerkstoffen. Für Holzpellets gibt es bereits eine vergleichbare Richtlinie, die VDI 3464, Blatt 1.

Weniger Feinstaubemissionen bei der Holzverbrennung

Aus der Praxis, besonders von mittelgroßen Hackschnitzelerzeugern, sei der Wunsch gekommen, auch für deren Brennstoff ein vergleichbares Regelwerk zu schaffen, so Daniel Kuptz, stellvertretender Leiter des Sachgebiets „Biogene Festbrennstoffe“ im Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing. Der Holzbrennstoffexperte arbeitet ehrenamtlich mit an der VDI 3464, Blatt 2: „Lagerung und Umschlag von Holzhackschnitzeln für die energetische Nutzung im privaten und gewerblichen Bereich – Anforderungen unter Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekten“.

Lagerung von Holzhackschnitzeln: einheitliche Genehmigungspraxis bisher oft Fehlanzeige

„Genehmigungen werden von Landkreis zu Landkreis verschieden gehandhabt. Zum Teil wurden schon Lagerplätze wegen Bedenken zum Sickerwasseraustritt aus Hackschnitzel-Haufwerken nicht genehmigt oder mit sehr strengen Auflagen belegt. Das ist nicht immer verhältnismäßig“, gibt der Forstwissenschaftler einen Einblick in die Praxis. „Die neue Richtlinie soll helfen, zu einer einheitlichen Genehmigungspraxis für Hackschnitzel-Lagerplätze und -hallen zu kommen, Unfälle und Schäden schon im Vorfeld auszuschließen und auch eine Handreichung für die Praxis sein“, sagt Kuptz. Die Problematik des Sickerwassers wird, so scheint es, von Behörden oftmals überschätzt.

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