Virtuelle Realität 14. Jan 2022 Von Jörn Schumacher

VR-Brillen: Booster fürs virtuelle Erleben

Für den besten virtuellen Genuss ist immer mal wieder eine technische Auffrischung des VR-Equipments notwendig. Die Headsets und Kameras werden dabei nicht nur besser, sie werden über die Zeit auch tendenziell erschwinglicher.

Profi-VR für Verbraucher


Foto: Varjo

Mit seiner neuen VR-Brille Aero will der finnische Hersteller Varjo, der bisher nur im Profi-Bereich tätig war, auch den Consumer-Markt für sich gewinnen. Mit einer Auflösung von 2880 x 2720 Pixel pro Auge liegt die Brille ganz weit vorne. Den RGB-Farbraum deckt sie zu 99 % ab – jede Farbe wird also realitätsgetreu wiedergegeben. Das horizontale Sichtfeld beträgt 115°, diagonal 134°. Die Brille zeigt 90 Bilder/s und verfügt zudem über ein Augen­tracking mit einer zeitlichen Auflösung von 200 Hz zur effizienteren Bildberechnung. Ein Lüfter kühlt sowohl die Elektronik als auch das Gesicht. Der reine Brillenpreis: 2368 €.

Viel VR für wenig Geld


Foto: HP

Wer eine vergleichsweise günstige VR-Brille mit guter Auflösung möchte, ist mit der HP Reverb G2 für einen Straßenpreis ab 499 € gut beraten. Das Headset bietet eine Auflösung von 2160 x 2160 Pixel pro Auge. Damit ist es die Brille mit der besten grafischen Darstellung in diesem Preissegment. Die Bildwiederholrate liegt bei 90 Hz. Wer über einen leistungsstarken PC mit entsprechender Grafikkarte verfügt, bekommt hier für verhältnismäßig wenig Geld eine ordentliche VR-Brille. Ein 6 m langes Kabel für die Verbindung zum PC liegt dem Produkt bei. Das Sichtfeld beträgt 114°. In das Headset sind vier Kameras integriert; zwei Lautsprecher sorgen für einen soliden Klang.

Rundum betrachtet


Foto: Insta360

Einen Augenblick für die Betrachtung in VR-Brillen festzuhalten, das ermöglichen 360°-Kameras wie die ONE X2 von Insta360. Das neue Modell erlaubt Fotos mit einer Auflösung von 6080 × 3040 Pixel, Videos können mit bis zu 16,6 Megapixel (5,7K) bei 30 Bildern/s aufgenommen werden. Bei 3K sind sogar 100 Bilder/s möglich. Leider bietet die ONE X2 keine stereoskopischen Aufnahmen, das VR-Erlebnis ist also nicht dreidimensional. Wer kein VR benutzt, kann bei den Rundumaufnahmen im Nachhinein den besten Blickwinkel aussuchen. Praktisch für Abenteuerlustige: Die Kamera ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 10 m. Der Preis liegt bei rund 490 €.

Virtuell & fast lebensecht


Foto: Pimax

Der Name suggeriert eine sagenhafte Auflösung von 8k pro Auge, doch das ist nicht ganz richtig: Trotz ihres Namens bietet die Pimax 8K X nur 4K pro Auge (3840 x 2160 Pixel). Pimax summiert beide Zahlen einfach zusammen. Doch auch 4K pro Auge ist ein stattlicher Wert. Besonders wird die Pimax-VR-Brille zudem durch das enorm breite Sichtfeld: Bei 200° fühlt man sich der normalen menschlichen Wahrnehmung schon sehr nahe. Allerdings tauchen an den Rändern Verzerrungen des Bildes auf, was den einen mehr stören mag als den anderen. Der Preis liegt bei 1125 € – hier sind jedoch weder ein Controller-Set noch die Steam-Basisstation für die eigene Bewegungsverfolgung im Wohnzimmer enthalten.

Virtuelle Welt begreifen


Foto: Manus

Die Datenhandschuhe Prime X der niederländischen Firma Manus messen die Bewegungen der Finger in elf Freiheitsgraden pro Finger und übertragen sie in die virtuelle Welt. Doch anders als bisherige Produkte sieht dieser Datenhandschuh tatsächlich aus wie ein Handschuh, und nicht mehr wie ein klobiger Roboterarm. Prime X Haptic VR bietet zudem ein haptisches Feedback: Wer digitale Objekte in den Händen hält, Knöpfe oder Hebel bedient, fühlt diese tatsächlich mit seinen Fingern. Die elektronischen Bauteile können abgenommen und der textile Handschuh kann gewaschen oder ausgetauscht werden. Doch wer fühlen will, muss zahlen. Der Preis dafür liegt bei stolzen 3999 €.

Flaggschiff der VR-Welt


Foto: Oculus

Facebook setzte mit der Virtual-Reality-Brille „Oculus Quest“ neue Maßstäbe in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Quest 2 des Unternehmens, das mittlerweile Meta heißt, hat eine Auflösung von 1832 x 1920 Pixel pro Auge, das Sichtfeld beträgt 95°. Die Quest kann zwar ohne Computer genutzt werden, aber über Kabel oder via WLAN auch die Rechenpower eines PCs nutzen. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 120 Hz. Bisher brauchte man für die Nutzung zwingend einen Facebook-Account, weswegen sie nicht in Deutschland verkauft werden darf. Meta will diesen Log-in-Zwang jedoch abschaffen. Preis: 349 € mit 64 GByte Speicher bzw. 449 € mit 256 GByte.

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