Kaspersky befragt junge Menschen 20. Jan 2021 Von Regine Bönsch

Generation KI ist offen und fordert Transparenz

Junge Bundesbürger unter 31 Jahren wünschen sich ein eigenes Ministerium für künstliche Intelligenz. Auch zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des IT-Sicherheitsunternehmens Kaspersky.


Foto: PantherMedia / ridofranz

Kaspersky hat die Generation Z und Millennials, also 16- bis 30-Jährige, zu ihrer Einstellung zu künstlicher Intelligenz befragt. Die überwiegende Mehrheit (55,5 %) ist ganz klar der Auffassung, dass eine weitreichende Akzeptanz für künstliche Intelligenz (KI) nur im Falle kompletter Transparenz hinsichtlich deren Aufgaben und Einsatzgebieten erreicht werden kann. Für die Jungen sind eine politische Regulierung, Transparenz und Datenschutz unabdingbar, wenn es um KI, smarte Geräte und Roboter geht. Zumal diese Technologien zunehmend Teil ihres Lebens werden.

Während die politische Regulierung von KI auf nationaler und europäischer Ebene voranschreitet, offenbart die Studie daher auch, dass nahezu die Hälfte (43 %) ein eigenes Ministerium für künstliche Intelligenz befürwortet.

Positive Einstellung gegenüber KI-Einsatz

Wie die Kaspersky-Umfrage zeigt, ist die Generation der unter 31-Jährigen in Deutschland künstlicher Intelligenz gegenüber aufgeschlossen und sieht die neue Technologie überwiegend positiv. Der verstärkte Einsatz künstlicher Intelligenz stelle für 42,6 % der Befragten sogar eine Wunschvorstellung dar, die ihnen ein besseres Leben in der Zukunft verheiße, so die Autoren.

Mehr als die Hälfte aller Studienteilnehmer ist etwa der Auffassung, dass der Einsatz von KI-Technologien in der Medizin – etwa bei der Früherkennung von Krankheiten – mehr Leben retten könnte, als es heute der Fall ist. Auch sind beinahe 50 % der Befragten der Auffassung, dass die Medizin künftig stark von KI beeinflusst werden wird, Diagnosen frühzeitiger getroffen und Medikamente schneller entwickelt werden können.

Keine Bedenken bei Gesichtserkennung

Die von Kaspersky befragten jungen Deutschen begrüßen darüber hinaus mehrheitlich die Vorzüge einer durch KI immer intelligenter werdenden städtischen Infrastruktur. So hätte mehr als ein Drittel der 16- bis 30-Jährigen keine Bedenken, Gesichtserkennung zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in Kauf zu nehmen.

Bereits heute sind sich zudem fast 43,9 % der Studienteilnehmer sicher, dass durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zukünftig eine genauere und schnellere Erkennung sowie Bekämpfung von IT-Bedrohungen möglich sein wird. Somit könne sich die Cybersicherheit also generell durch einen verstärkten Einsatz von KI-Technologien verbessern. Genauso viele befürworten es, wenn eine KI alles, was mit Datenschutz und IT-Sicherheit im eigenen digitalen Leben zu tun hat, bestmöglich regeln würde.

Ohne Schutzmaßnahmen zum Scheitern verurteilt

„Wer KI nur im Bereich der Science-Fiction verortet, sollte sich bewusst machen, dass bereits heute Machine Learning und Algorithmen – als Vorstufe zu starker, also kognitiver, KI – in zahlreichen Anwendungen Standard sind“, erklärt Marco Preuß, Leiter des europäischen Forschungs- & Analyseteams bei Kaspersky. Als IT-Sicherheitsexperte lägen Kaspersky dabei Themen wie Cybersicherheit und Datenschutz bei einer so wichtigen Zukunftstechnologie wie künstlicher Intelligenz besonders am Herzen: „Denn ohne adäquate digitale Schutzmaßnahmen ist KI zum Scheitern verurteilt“, so formuliert es Preuß.

Bei KI-Systemen gelte, was beim Internet der Dinge (IoT) zum Teil verpasst wurde: Datenschutz und Security by Design, bzw. Cyberimmunität, müssten von Beginn an ein Teil der Überlegungen sein. Preuß: „Um die Wichtigkeit von Security innerhalb der Diskussion rund um Machine Learning und künstliche Intelligenz in den Vordergrund zu stellen, haben wir diejenige Gruppe in der Bevölkerung befragt, die privat wie beruflich voraussichtlich am meisten damit zu tun haben wird.“ Die sogenannte Generation KI hat dabei ein sehr differenziertes Bild gezeigt.

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