Datenschutz 08. Juni 2022 Von Christiane Schulzki-Haddouti Lesezeit: ca. 4 Minuten

Vorsicht – auch Daten gehen im Urlaub auf Reise

Urlaubszeit ist auch Datenreise-Zeit, vor allem wenn es im Urlaub ins Ausland geht. Verbraucher- und Datenschützer warnen vor umfangreichen Datenerhebungen.

Egal ob im Urlaub oder bei einer Geschäftsreise – persönliche Daten reisen immer mit oder werden am Zielort zusätzlich erhoben. Was einzelne Länder mit ihnen anfangen, bestimmen diese selbst.
Foto: panthermedia.net/belchonock

In manchen Ländern müssen Reisende beim Grenzübertritt ihre elektronischen Geräte samt Passwörtern aushändigen. Je nach Land werden die Daten dann kopiert und später etwa zu Zwecken der Terrorprävention eingehender ausgewertet. Insbesondere in den USA und China ist eine Einreise mit verschlüsselten Daten auffällig und kann für Nachfragen sorgen. In diesen Fällen empfehlen Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur Altgeräte mitzunehmen, auf denen nur die nötigsten Daten gespeichert sind.

Reisende wissen oft nicht, dass sie umfangreiche Datenspuren hinterlassen

Datenkrake Europol: Europas Polizeibehörde sammelt seit Jahren

Oftmals bekommen Reisende jedoch gar nicht direkt mit, was mit ihren Daten geschieht. Visumanträge sowie Flug- und Hotelbuchungen hinterlassen Datenspuren, die teilweise noch Jahrzehnte gespeichert werden. Auch staatliche Behörden könnten Hotels und Fluggesellschaften zur Datenübermittlung verpflichten. Urlauber sollten deshalb einen Blick in die Datenschutzerklärung der Reiseplattformen werfen, die in der Regel auf deren Homepages veröffentlicht wird. Wichtig ist, dass die Anbieter darüber informieren, welche personenbezogenen Daten zu welchem Zweck erhoben – und wann und wie sie mit anderen Organisationen geteilt werden.

Reisen: China, Großbritannien und die USA sind die Datenkraken

Die britische Verbraucherinformationsseite Comparitech hat sich kurz vor der Sommerreisezeit 50 Länder in aller Welt danach angesehen, welche Daten Einreisebehörden verlangen: von den direkten Reisedaten über Fingerabdrücke bis hin zu Gesichtsscans. In den USA, in Großbritannien und China werden am intensivsten Daten erhoben und am längsten gespeichert.

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