Unterstützung für Schiffsführer und Lotsen 01. Apr 2020 Von Peter Kellerhoff/Offis

Einparkhilfe für Schiffe

Um Schäden an Schiffen und Hafeninfrastruktur beim Anlegen zu vermeiden, arbeitet das Offis-Institut für Informatik an der Universität Oldenburg mit digitaler Sensortechnik an einer Art Einparkhilfe.


Foto: panthermedia.net/Sascha Burkard

Im dem unter dem Namen SmartKai laufenden Projekt entwickelt das Offis-Institut ein schiffsunabhängiges Assistenzsystem, um Schiffspersonal und Hafenlotsen bei An- und Ablegemanövern zu unterstützen. Dazu soll Sensortechnik an der Hafeninfrastruktur montiert werden, um das Risiko möglicher Unfälle zu reduzieren. Es soll Schiffsführer und Lotsen ermöglichen, ein exaktes Lagebild des Schiffes im Hafen zu erhalten.

Der Hintergrund: Äußere Einflüsse wie Nebel, Sturm, Strömungen oder generell beschränkt einsehbare Hafen- und Schleuseneinfahrten behindern ein Schiff oftmals bei einem reibungslosen und schadenfreien Manöver. Die Folge bei einer Kollision zwischen Schiff und Kaimauer können teure Schäden sein. Darüber hinaus ermöglicht SmartKai auftretende Schadensfälle nachzuvollziehen und deren Ursachen entgegenzuwirken.

Das Forschungsprojekt startete im Dezember letzten Jahres und ist auf drei Jahre angelegt. Der Verbundpartner des Projekts ist die Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (NPorts). NPorts ist der größte Hafenbetreiber in Deutschland, die Testphasen finden daher in den NPorts-eigenen Häfen statt. Projektpartner ist die Sick AG, Hersteller von Sensoren für die Fabrik-, Logistik- und Automatisierungstechnik mit Hauptsitz in Waldkirch. Sick entwickelt im Rahmen dieses Digitalisierungsprojektes einen neuen Sensortypen, der die speziellen Anwendungs- und Umweltanforderungen erfüllt. Insbesondere unter herausfordernden Bedingungen muss der Sensor verlässliche Daten in das Gesamtsystem liefern. Sick entwickelt dazu einen Lidarsensor mit angepasster Lichtwellenlänge und anwendungsnahem Systemdesign. Die entsprechenden Komponenten werden dann zu Testzwecken von NPorts innerhalb der Häfen in Wilhelmshaven und Cuxhaven installiert. Hierbei werden Orte mit erhöhtem Unfallrisiko, wie Hafenbecken, Schleusen und Kaianlage, ausgewählt.

Die Benutzungsschnittstelle wird von Humatects GmbH aus Oldenburg entwickelt, die den Lotsen adaptive Informationen zur Verfügung stellt, um eine sichere Navigation des Schiffes zu ermöglichen.

Das Projekt soll im November 2022 abgeschlossen sein. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 2,4 Mio. €, von denen 73 % vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stammen.

Stellenangebote

Hochschule Niederrhein

Professur (W2) Additive Fertigung

Krefeld
Hochschule Niederrhein

Professur (W2) Grundlagen der Ingenieurwissenschaften und Innovationen in der Lehre

Krefeld
Piller Group GmbH

Konstrukteur Schaltanlagen (m/w/d)

Osterode
Piller Group GmbH

Konstrukteur Elektromaschinen und Schaltanlagen (m/w/d)

Osterode
ENSI über Dr. Schmidt & Partner Group

Bereichsleiter (m/w/d) des ENSI Aufsichtsbereich Kernkraftwerke

Hamburg-Norderstedt
Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Professur (W2) für das Lehrgebiet Anlagen für dezentrale Energieverwaltung

Nürnberg
BRUSA Elektronik (München) GmbH

Senior Software Entwickler Embedded Linux (m/w/d)

München
BRUSA Elektronik (München) GmbH

Hardware Engineer Power Electronics Design (m/w/d)

München
BRUSA Elektronik (München) GmbH

Senior Software Engineer Automotive / AUTOSAR (m/w/d)

München
SachsenEnergie DREWAG

Ingenieur Kraftwerksleittechnik/-automatisierungstechnik (m/w/d)

Dresden
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Top 10 aus der Kategorie Mobilität