Flugzeugtriebwerk 22. Mai 2023 von Iestyn Hartbrich Lesezeit: ca. 1 Minute

Rolls-Royce testet Ultrafan mit nicht-fossilem Kerosin

Der Triebwerksbauer hat den neuen Flugzeugantrieb mit Getriebefan erstmals getestet. Dabei kamen 100 % Sustainable Aviation Fuels zum Einsatz.

Der Ultrafan ist ein Flugzeugtriebwerk mit Getriebe: Die Wellen von Fan und Turbinen drehen nicht gleich schnell. Auf diese Weise kann das Kerntriebwerk bei höheren Drehzahlen betrieben werden. Als Nachteil gilt, dasss mehr bewegte Teile verbaut sind.
Foto: Rolls-Royce

Der britische Luftfahrtzulieferer Rolls-Royce hat erstmals seinen neuen Flugzeugantrieb Ultrafan getestet. Bei den Tests am Standort Derby ist ausschließlich nicht-fossiles Kerosin (SAF, Sustainable Aviation Fuels) zum Einsatz gekommen, teilte das Unternehmen mit. Demnach ist der Nachweis der Leistungsfähigkeit gelungen.

Der Ultrafan ist laut Rolls-Royce die erste „vollkommen neue Triebwerksarchitektur“ des Konzerns seit 54 Jahren. Gegenüber dem heute effizientesten Rolls-Royce-Triebwerk, dem Trent XWB, das vom Airbus A350 geflogen wird, sei der Ultrafan um 10 % effizienter. „Längerfristig bietet die skalierbare UltraFan-Technologie das Potenzial, neue Kurz-, Mittelstrecken- und Großraumflugzeuge mit einem Schubbedarf von 25 000 bis 110 000 Pfund Schub anzutreiben, die in den 2030er-Jahren auf den Markt kommen sollen“, heißt es in einer Mitteilung.

Getriebe kommen aus dem brandenburgischen Dahlewitz

Der Ultrafan ist ein Antrieb mit Getriebefan. Das bedeutet: Zwischen dem Fan, der die Luft ansaugt, und der Welle mit den Verdichterstufen ist ein Getriebe verbaut. Damit können die Drehzahlen des Kerntriebwerks und des Fans entkoppelt werden; bei gleicher Rotationsgeschwindigkeit des Fans kann das Kerntriebwerk bei höheren Drehzahlen betrieben werden.

Das Getriebe wurde am brandenburgischen Rolls-Royce-Standort Dahlewitz entwickelt und montiert. In Tests ist es nach Konzernangaben bereits mit einer Leistung von 64 MW betrieben worden.

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