Weltraumteleskop der Nasa 10. Jan. 2022 Von Iestyn Hartbrich Lesezeit: ca. 2 Minuten

James Webb entfaltet Spiegel

Das 10 Mrd. $ teure Weltraumteleskop hat alle wesentlichen Strukturen ausgeklappt. Damit kann die Inbetriebnahme beginnen.

Das Weltraumteleskop James Webb hat auf der Reise zum Zielpunkt seine beiden Spiegel ausgeklappt. Laut der US-Weltraumbehörde Nasa sind nun alle wesentlichen Strukturen ausgefahren.

Die Spiegel haben jeweils eine Spannweite von über 6 m und sind mit Gold beschichtet. Sie bestehen aus je 18 Sechseckelementen. Während des Flugs in der Ariane-5-Rakete waren sie aus Platzgründen gefaltet gewesen. Für das Ausklappen habe man mehr als einen Tag benötigt, teilte die Nasa mit. Am 7. Januar habe man mit der einen Seite begonnen, am 8. die andere ausgeklappt.

Monatelanges Feintuning

Im nächsten Schritt werden die Sechseckelemente ausgerichtet, sodass sie gemeinsam die optischen Eigenschaften einen großen Spiegels erhalten. Dazu ist jeder Spiegel mit 126 Aktuatoren ausgerüstet, die per Funk angesteuert werden. Die Nasa spricht von einem monatelangen Prozess. Ist dieser abgeschlossen, können die vier Messinstrumente an Bord des Teleskops kalibriert werden. Die ersten Bilder sollen im Sommer entstehen.

James-Webb-Forschung im Überblick:

Die James-Webb-Triebwerke sollen in Kürze zum dritten Mal planmäßig feuern, um die Bahn zu korrigieren. Das Teleskop ist auf dem Weg zum Langrange-Punkt 2 des Erde-Sonne-Systems. Einmal dort angekommen, ändert es seine Position relativ zur Erde-Sonne-Achse nicht mehr, sodass ein Hitzeschild reicht, um die Strahlung sowohl des Sterns als auch des Planeten fernzuhalten.

James Webb ist ein Teleskop der Nasa, an dem auch die Raumfahrtagenturen Europas und Kanadas, ESA und CSA, beteiligt sind. Es soll 13,5 Mrd. Jahre in der Zeit zurückschauen, um u. a. den ersten Galaxien beim Entstehen zuzuschauen. Das Teleskop misst im infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums, also Wärmestrahlung. Aus diesem Grund spielt der Hitzeschild eine besondere Rolle.

Interview mit ESA-Forschungsdirektor Günther Hasinger:

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