Unwetter 16. Aug 2023 Von Elke von Rekowski Lesezeit: ca. 2 Minuten

Blitzeinschläge gehen drastisch zurück

Die Zahl der Blitzeinschläge ist hierzulande deutlich zurückgegangen. 242 000 Blitzeinschläge verzeichnete der „Siemens Blitzatlas“ für 2022, das ist weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes. Im Jahr 2021 lag die Zahl der Blitzeinschläge in Deutschland noch bei 491 000.

Sogenannte Erdblitze entstehen als Lichtbögen zwischen geladenen Wolken und der Erde.
Foto: Siemens AG

Den Blitz-Informationsdienst (Blids) von Siemens gibt es bereits seit 1991. Seitdem werden Blitze registriert und Warnhinweise an Gewitteralarm-Kunden geschickt. Das sind heute unter anderem Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen verschiedener Branchen sowie Betreiber von Stromnetzen sowie (Sport-)Anlagen und Feuerwehren. Der Dienst nutzt 160 verbundene Messstationen in Europa und betreut das Messnetz in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

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Gemessen hat Euclid, der europäische Verbund der Blitzortungssysteme, in den verschiedenen Ländern. Die genutzten Sensoren arbeiten mittlerweile sehr präzise. Es reicht aus, sie im Abstand von 350 km aufzustellen. „Mit der aktuellen Software können wir bis auf 50 m genau ermitteln, wo gerade ein Blitz eingeschlagen hat“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens.

Wo der Blitz am häufigsten einschlägt

Im Jahr 2022 traf der Blitz die kreisfreie Stadt Kempten mit einer Blitzdichte von 2,4 Blitzeinschlägen/km2 am häufigsten. Auf Platz zwei und drei liegen der Kreis Ostallgäu (2,2) und Garmisch-Partenkirchen (2,0). Die geringste Blitzdichte gab es laut dem Informationsdienst in den Städten Brandenburg an der Havel (0,04 Blitzereignisse/km2). Es folgen das oberfränkische Hof (0,07) und Oldenburg mit einer Blitzdichte von 0,14.

Aufgelistet nach Landeshauptstädten, bleibt München mit einer Blitzdichte von 1,5 erneut Spitzenreiter, gefolgt von Potsdam (knapp 1,2) und Stuttgart (1,1). Die höchste Blitzdichte unter den Bundesländern mit knapp 1,0 gab es 2022 in Baden-Württemberg, die meisten Erdblitze gab es in Bayern. Mit knapp 60 000 Einschlägen kam ein Viertel (25 %) aller gemessenen Ereignisse aus diesem Bundesland.

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Blitze werden stetig weniger

„Das Jahr 2022 verzeichnete die niedrigsten Blitzereignisse der letzten 30 Jahre“, sagt Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. Aus gutem Grund: Im Sommer, vor allem im Juni und August, herrschte teilweise extreme Dürre bei hohen Temperaturen über 35 °C. Diese Zeit sei üblicherweise die beste Zeit für Gewitter. „Doch die Niederschlagsmenge lag deutlich unter dem Sollwert. Für Gewitter braucht es aber beides – Feuchtigkeit und heiße Temperaturen“, so Thern. Dass auch dieses Jahr die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg wieder an der Spitze der Gewittergeschehnisse lagen, schreibt Thern der Nähe zur alpinen Vorgebirgslandschaft zu.

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Im Juni blitzte es am häufigsten

Die meisten Gewitter in Deutschland gab es 2022 im Juni. Mit 66 000 Blitzen ging in diesem Monat ein Viertel aller Einschläge des Jahres nieder, gefolgt vom August mit über 51 000 Blitzen. Besonders gefährlich war der Aufenthalt im Freien am 26. August 2022, mit rund 26 000 Erdblitzen der blitzreichste Tag des Jahres.

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