Spielzeug 14. Feb 2022 Von Ralf Fellenberg

Die Technik-Welt spielend zu Hause begreifen

Die Spielwarenmesse in Nürnberg fand in diesem Jahr digital statt. Bei den Produkten geht es jedoch nach wie vor um Anfassbares und – das zeigten Expertenvorträge und Interviews – Trends wie „Toys go Green“. Das Thema Nachhaltigkeit rückt auch hier in den Fokus.

CO2-neutral Gas geben


Foto: Fischertechnik

Die Wasserstofftechnik erobert nun auch die Spielewelt: Fischertechnik bietet mit dem „H2 Fuel Cell Car“ eine topaktuelle Technologie als Konstruktionsbaukasten an. Für entdeckungslustige junge Menschen und „Forschende“ ab neun Jahren ist der Brennstoffzellen-Bausatz für knapp 70 € genau richtig. Aus diesem Baukasten lässt sich zunächst ein Brennstoffzellenauto konstruieren. Dieses kann dann mithilfe der Wasserstoffreaktion in Bewegung gesetzt werden. Der Elektrolyseur der reversiblen Brennstoffzelle spaltet auch Wasser in Sauer- und Wasserstoff auf, wodurch wieder neuer Kraftstoff für das Auto gewonnen wird. Das notwendige 3-V-Netzgerät ist im Bausatz enthalten.

Verräterische Geräusche


Foto: Ravensburger Verlag

Das Spiel „Der Ring“ vom Ravensburger Verlag gewann auf der Spielwarenmesse den ToyAward in der Kategorie für Jugendliche und Erwachsene. In dem interaktiven „Hörspiel“ hören, rätseln und lösen Spielende ab 14 Jahren mysteriöse Fälle. Illustrierte Karten liefern Geräusche oder Teile eines Gesprächs, wenn die Handykamera über das Spielmaterial bewegt wird. Nach dem Herunterladen der kostenlosen App „echoes“ können ein bis vier Spielende den Tathergang rekonstruieren. Es ist Erinnerungsvermögen, Kombinationsgeschick und ein feines Gehör nötig um zu erkennen, wer da gerade spricht. „Der Ring“ ist der vierte Titel der Reihe „echoes“. Jeder Fall kostet glatte 10 €. Tipp: mit Bekannten die Spiele ringtauschen.

Neue Welt für Volljährige


Foto: Lego Group

Das seit dem 1. Februar erhältliche Globusset ist im Rahmen der Plattform „Lego Ideas“ entstanden, auf der Fans ihre eigenen Setentwürfe und Ideen einreichen können. Der Spielwarenkonzern setzt einige davon dann in buntem Kunststoff um. Die Inspiration für das neue Set war der Literaturklassiker „Reise um die Erde in 80 Tagen“. Der aus 2 585 Elementen zusammengebaute Globus ist über 40 cm hoch und lässt sich dank einer Drehachse auch bewegen. Im Inneren sorgen Lego-Technic-Elemente für Stabilität. Ein nettes Detail: Die Namenssteine für Kontinente und Ozeane leuchten im Dunkeln. Allerdings wird als Altersempfehlung für das rund 200 € teure Set „ab 18 Jahre“ angegeben.

In 70 Teilen auf die Jagd


Foto: Revell

Viele Science-Fiction-Fans kennen den mysteriösen Kopfgeldjäger, der in seiner eigenen Star-Wars-Serie immer nur stoisch „Der Mandalorianer“ genannt wird. Sein Transportschiff, die Razor Crest, gibt es jetzt als 70-teiligen Bausatz von Revell für alle Fans. Das Schiff im Maßstab 1:72 ist etwas mehr als 30 cm lang. Neben der beweglichen Laderampe und der Mandalorianer-Pilotenfigur kann das Fahrwerk wahlweise im eingefahrenen oder ausgefahrenen Zustand eingebaut werden. Für eine eigene imaginäre Kopfgeldjagd zwischen den Sternen zahlen Fans annähernd 60 €.

Vom Schüler zum Lehrer


Foto: Franckh-Kosmos Verlag

Der Stuttgarter Verlag Kosmos entwickelt seit 100 Jahren Experimentierkästen. Mit „Miika K.I. – Künstliche Intelligenz erleben und verstehen“ gibt es ab August für 120 € ein Set mit KI fürs Kinderzimmer: Der Roboter Miika wird über Gesten und Sprache gesteuert. Welcher Befehl welche Aktion hervorruft, bringen Kinder ab zehn Jahren Miika selbstständig bei. Schließlich muss er erst lernen, was welche Gesten oder Audio-Befehle bedeuten. Doch bevor es losgeht, wird Miika aus 100 Einzelteilen zusammengebaut. Zum Lernen wird zwar ein Smartphone mit der kostenlosen Miika-App benötigt, aber keine Internetverbindung. Es wird auch nichts gespeichert.

Lokale Helden


Foto: WoodHeroes

Woodheroes aus Österreich stellte zum Sonderthema „Toys go Green“ Spielwaren vor, bei denen naturbelassene Hölzer möglichst von lokalen Produzenten verwendet wurden. Ein einfaches „Click & Play“-System sorgt bei den Ritterburgen für kinderleichten Aufbau und stabilen Halt. Alle Burgenteile lassen sich individuell zusammenstecken, das Bauwerk kann zudem beliebig erweitert werden. Grundsets, wie das abgebildete, kosten zwischen 90 € und 150 €. Die Zugbrücke dieser Burg ist voll funktionsfähig und kann mithilfe einer Kurbel jederzeit geschlossen und geöffnet werden. Optional gibt es Erweiterungsteile, sogar Helden und Drachen aus Holz. Das fördert die Kreativität beim Spiel über Generationen hinweg.

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