Radioaktivität 08. Nov 2023 Von Alexandra Ilina Lesezeit: ca. 2 Minuten

Transport von radioaktivem Müll auf Autobahn getestet

Ein leerer Castorbehälter wurde auf eine Testfahrt durch Nordrhein-Westfalen geschickt, um den möglichen Atommülltransport zu testen. Es gibt jedoch Bedenken bezüglich des Risikos von Transporten von radioaktivem Müll über Autobahnen.

PantherMedia B197386806
Um den Prozess der möglichen Atommülltransporte zu testen, wurde am Dienstagabend (7. November) ein leerer Castorbehälter auf eine Testfahrt durch Nordrhein-Westfalen geschickt.
Foto: PantherMedia / scanrail

Um den Prozess der möglichen Atommülltransporte zu testen, wurde am Dienstagabend (den 7. November) ein leerer Castorbehälter auf eine Testfahrt durch Nordrhein-Westfalen geschickt. Nach Angaben der dpa verließ der Schwertransport das Gelände der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) wie geplant gegen 22 Uhr.

Dieser Transport, der insgesamt 130 t wiegt, soll in der Nacht zum Mittwoch im etwa 170 km entfernten Zwischenlager Ahaus im Münsterland ankommen. Aufgrund seiner Größe durfte der Schwertransport nur in der Nacht auf die Straße.

Mit dem Geigerzähler in der ehemaligen Sperrzone von Fukushima

300 000 Brennelement-Kugeln in Jülich

In Jülich befinden sich etwa 300 000 Brennelement-Kugeln, die aus einem früheren Versuchsreaktor stammen und in 152 Castorbehältern gelagert sind. Die endgültige Entscheidung über ihre Zukunft steht noch aus. Eine Option ist der Transport nach Ahaus, was von den Bundesministerien für Forschung, Umwelt und Finanzen bevorzugt wird. Der Testlauf dient dazu, die aufwendige Beladung in Jülich, den Transport und die Entladung in Ahaus zu überprüfen. Im November ist ein weiterer Probetransport geplant, bei dem Aufsichtsbehörden und Sachverständige anwesend sein werden.

Risiko von Transporten von radioaktivem Müll über Autobahnen

Es gibt jedoch Widerstand gegen diese möglichen Transporte. Verschiedene Initiativen weisen auf potenzielle Nachteile hin, darunter die Tatsache, dass es in Ahaus keine Reparaturmöglichkeiten für defekte Castorbehälter gibt. Vor einer endgültigen Lagerung wäre eine Neuverpackung der Brennelement-Kugeln erforderlich, was in Ahaus nicht durchführbar ist. Zudem sehen einige das Risiko von Transporten über Autobahnen in NRW als erheblich an.

Japan beginnt mit Einleitung von Fukushima-Kühlwasser ins Meer

Die zweite Option besteht darin, den radioaktiven Müll in Jülich zu belassen, was von CDU und Grünen in ihrem Koalitionsvertrag von 2022 bevorzugt wird. Hierfür wäre aber ein neues Zwischenlager erforderlich, da die Genehmigung für das derzeitige Zwischenlager, in dem der Atommüll derzeit gelagert wird, Mitte des vergangenen Jahrzehnts auslief. (mit dpa)

Ein Beitrag von:

Stellenangebote

Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Fachingenieure/innen (w/m/d) für Architektur oder Bauingenieurwesen, Schwerpunkt Hochbau

Potsdam
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Fachingenieur/in (w/m/d) für Gebäude-, Energie- und Versorgungstechnik

Cottbus, Potsdam
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Fachingenieure/innen (w/m/d) für Elektrotechnik

Cottbus, Potsdam
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Sachbearbeiter/in für Gebäude- und Energietechnik (m/w/d) im Geschäftsbereich Baumanagement Bund

Frankfurt (Oder)
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen

Sachbearbeiter/in für Gebäude-, Energie- und Versorgungstechnik (m/w/d) im Geschäftsbereich Baumanagement Bund

Potsdam
Westfälische Hochschule

Professur Wechselstromtechnik und elektrische Energieversorgung (W2)

Gelsenkirchen
Westfälische Hochschule

Professur Leistungselektronik und Elektrische Maschinen (W2)

Gelsenkirchen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

W1-Professur für Maschinenelemente im Kontext der Elektromobilität (Tenure Track)

Erlangen
ESTW-Erlanger Stadtwerke AG

Prokurist / Bereichsleiter (m/w/d) Produktion und technische Dienstleistungen für eine klimaneutrale Energieerzeugung der Zukunft

Erlangen
Technische Hochschule Mittelhessen

W2-Professur mit dem Fachgebiet Biomedizinische Elektronik

Gießen
Zur Jobbörse

Das könnte Sie auch interessieren

Empfehlungen des Verlags

Meistgelesen aus der Kategorie Umwelt