Chemie-Klausur 16. Feb 2024 Von Wolfgang Schmitz Lesezeit: ca. 2 Minuten

RWTH Aachen: Studierende gehen wegen hoher Durchfallquote auf die Barrikaden

Die Exzellenz-Uni ist bekannt für ihren hohen Anspruch. Laut Studierenden ist man jetzt aber über das Ziel hinaus geschossen.

RWTH Aachen: Bei einer Chemie-Klausur im Fach Biologie sind 84 % der Studierenden durchgefallen.
Foto: Peter Winandy/RWTH Aachen

Die RWTH Aachen ist legendär, für ihre exzellente Lehre, aber auch für ihre hohen Durchfallquoten in den natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Vor Mathematik, Thermodynamik- und Mechanik-Klausuren bekommen Studierende der Ingenieurwissenschaften das große Flattern. Das hat Tradition.

Jetzt aber gehen Studierende auf die Barrikaden. Bei einer Chemie-Klausur im Fach Biologie sind 84 % der Studierenden durchgefallen, die Aachener Zeitung schreibt gar von 91 %. Das  ist selbst an der ehrwürdigen Universität alles andere als die Regel. In den sozialen Medien regt sich heftiger Protest.

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Die Hochschule bot die Möglichkeit an, die Klausur noch einmal zu schreiben, einige Studierende aber nahmen die Chance nicht wahr. Die Angst, nach nur kurzer Einarbeitungszeit durchzufallen und damit aus dem Biologie-Studium gekegelt zu werden, war zu groß. Wer dreimal durchfällt, kann sein Studium an der RWTH an den Nagel hängen. Bei der Nachholklausur trat etwa die Hälfte der Berechtigten an, also rund 100 Studierende. Auch hier sei die Durchfallquote mit 70 % sehr hoch gewesen.

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Die Betroffenen können nicht verstehen, dass die Professoren die hohe Quote kritisieren und eingestehen, dass die Klausur zu anspruchsvoll war, aber nichts dagegen unternehmen. Im Rektorat sieht man sich mit gebundenen Händen. Klausuren dürften nicht ohne Weiteres gestrichen werden, das obliege einzig dem Prüfenden.  Gegenüber der Aachener Zeitung sagte Aloys Krieg, Prorektor für Lehre, man müsse überlegen, wie Studierende besser begleitet werden könnten. Hohe Durchfallquoten seien keinesfalls im Interesse der Hochschule. Krieg denkt über Online-Tools nach, etwa Probe-Klausuren. „Die Studierenden müssen früher erkennen, wo sie stehen.“

Unter den zehn Studiengängen bundesweit stehen laut Plattform Studysmarter mit Informatik, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrttechnik und Architektur fünf technische Studiengänge.

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